"Nun ist es genug"

Pfarrer will nach 37 Jahren selbst vor Traualtar treten

Der katholische Pfarrer Andreas Unfried beendet nach fast vier Jahrzehnten seinen Dienst, um seine langjährige Partnerin zu heiraten.
Newsdesk Heute
24.08.2026, 16:45
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Andreas Unfried, seit 37 Jahren katholischer Pfarrer im hessischen Taunus (Deutschland), hat seinen Rücktritt von der Pfarrei St. Ursula in Oberursel und Steinbach bekannt gegeben.

Grund dafür ist seine bislang geheime Liebesbeziehung zu einer Frau, mit der er künftig verheiratet sein möchte.

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In einer Mitteilung auf der Facebook-Seite seiner Pfarrei erklärte Unfried, dass ihn die Liebe zu seiner langjährigen Lebensgefährtin nun zu diesem Schritt bewege. Gemeinsam wolle das Paar herausfinden, wie es den Glauben und die Berufung künftig gemeinsam leben könne.

Wie t-online berichtet, übergab Unfried seinen Amtsverzicht dem Limburger Bischof Georg Bätzing.

Der Geistliche betonte, er habe seine Arbeit als Seelsorger stets mit Herzblut ausgeübt, wäre jedoch ohne die Unterstützung seiner Partnerin nicht so lange im Amt geblieben.

Pfarrer sieht sich nicht zum Zölibat berufen

Unfried schrieb offen, dass er sich nach Kräften bemüht habe, enthaltsam zu leben, jedoch anerkennen müsse, dass diese Lebensweise nicht zu ihm passe. Auch seiner Partnerin wolle er nun gerecht werden: 'Sie hat lange auf mich gewartet. Dafür bin ich sehr dankbar. Nun ist es genug.'

Bischof Bätzing suspendierte Unfried umgehend nach dessen Entscheidung. Das Bistum dankte ihm für sein jahrzehntelanges Wirken und wünschte ihm alles Gute. Unfried muss künftig mit finanziellen Einbußen rechnen, da katholische Pfarrer laut Kirchenrecht zu einem zölibatären Leben verpflichtet sind.

Kritik und Dank an die Kirche

Unfried verlässt die Kirche seinen eigenen Angaben zufolge ohne Groll. Dennoch äußerte er den Wunsch nach mehr Teilhabe und Gleichberechtigung in der katholischen Kirche. Er hoffe darauf, dass Gläubige ihre Berufung künftig mutig und eigenverantwortlich leben.

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