"Religiöse Gefühle verletzt"

Sängerin dreht Kuss-Video in Kirche – Pfarrer empört

Ein Musikvideo der Schweizer Sängerin Milune sorgt für Wirbel: Gedreht wurde offenbar ohne Erlaubnis in einer Kirche.
Heute Entertainment
14.07.2026, 13:50
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Ein provokantes Musikvideo der Schweizer Popsängerin Milune sorgt derzeit für Aufregung in Regensburg.

Die 22-Jährige soll den Clip zu ihrer neuen Single ohne Genehmigung in der Kirche St. Emmeram gedreht haben. Der zuständige Pfarrer zeigt sich schockiert – und hat bereits rechtliche Schritte eingeleitet.

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Mit ihrem Song "You believe in Jesus, I believe in Pussy" feiert Milune ihre lesbische Liebesbeziehung. Die dazugehörigen Aufnahmen entstanden unter anderem in der traditionsreichen Kirche St. Emmeram in Regensburg – allerdings offenbar ohne Zustimmung der Pfarre.

Pfarrer: "Aus allen Wolken gefallen"

"Ich bin aus allen Wolken gefallen, als ich das Video am Freitag gesehen habe", sagte Roman Gerl, Pfarrer von St. Emmeram, am Montag gegenüber der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). Nach seinen Angaben habe es keine Dreherlaubnis gegeben. "Für ein solches Projekt hätte ich auch nie eine erteilt."

Der Geistliche bezeichnete das Musikvideo als "frivol" und sprach von einem "absoluten No-Go". Zudem erklärte er, er sei schockiert darüber, "wie damit religiöse Gefühle massiv verletzt worden seien".

Pfarrer Gerl entsetzt über Schweizer Popsängerin.
IMAGO/pictureteam

Anwälte sollen weitere Verbreitung stoppen

Die Pfarre hat den Fall inzwischen gemeinsam mit der Bistumsverwaltung an eine Anwaltskanzlei übergeben. Ziel sei es laut Gerl, eine weitere Verbreitung des Videos zu verhindern.

Grundsätzlich würden immer wieder Anfragen für Film- oder Kulturprojekte in der Kirche eingehen. Bevor eine Genehmigung erteilt werde, lasse er sich jedoch stets die geplanten Inhalte vorlegen. Für dieses Musikvideo sei eine solche Anfrage nie gestellt worden.

Management reagiert und entfernt Video

Das Musikvideo war am Montag bereits nicht mehr online verfügbar. Gegenüber der Schweizer Zeitung "Blick" erklärte das Management der Sängerin: "Wir haben erfahren, dass wir für die Aufnahme des Videos für den Clip zu 'You believe in Jesus, I believe in Pussy' in einer Kirche in Deutschland möglicherweise eine Bewilligung hätten beantragen müssen, dies entgegen unserem ursprünglichen Verständnis."

Derzeit werde geprüft, ob tatsächlich eine Genehmigung erforderlich gewesen wäre. Vorsorglich seien die betroffenen Videos bereits aus dem Internet entfernt worden.

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