Mit Bus und Bahn soll ein tschechischer Serien-Einbrecher monatelang durch Ober- und Niederösterreich gereist sein – nachts schlug der 45-Jährige dann gnadenlos zu. Jetzt klickten für den Verdächtigen die Handschellen: Der Mann sitzt in der Justizanstalt Linz in U-Haft.
Die Ermittlungen liefen seit Monaten auf Hochtouren. Zwischen September 2025 und Februar 2026 kam es in mehreren Bezirken zu einer regelrechten Diebstahl-Serie. Der Täter soll gezielt unversperrte Autos durchsucht haben – auf der Suche nach Bargeld, Zigaretten, Werkzeug oder sogar Lebensmitteln. Blieben Fahrzeugschlüssel im Wagen zurück, ließ der Mann gleich das ganze Auto mitgehen.
Im November 2025 wurde der Verdächtige bei einem versuchten Pkw-Diebstahl in Amstetten von einem Polizisten außer Dienst überrascht. Der Beamte nahm sofort die Verfolgung auf, doch der Täter setzte sich mit Pfefferspray zur Wehr. Der Polizist wurde dabei leicht verletzt, der Unbekannte konnte entkommen.
Ende Dezember tauchte der Verdächtige dann in Bad Leonfelden (Bez. Urfahr-Umgebung) auf. Dort versuchte er laut Polizei, einen Kleintransporter zu stehlen. Das Fahrzeug konnte zwar rasch sichergestellt werden, vom Täter fehlte aber erneut jede Spur. Erst durch umfangreiche Ermittlungen des Kriminaldienstes Urfahr-Umgebung gemeinsam mit anderen Dienststellen führte die Spur schließlich zu dem amtsbekannten 45-Jährigen aus Südböhmen.
Die große Wende kam schließlich am 14. Februar: Gegen 22 Uhr überraschte ein Hausbesitzer im Bezirk Waidhofen an der Thaya (NÖ) plötzlich einen fremden Mann in seiner Garage. Der Verdächtige hantierte gerade im Auto des Besitzers, ehe er zu Fuß in ein Waldstück flüchtete.
Mehrere Polizeistreifen nahmen sofort die Jagd auf – die Spur führte bis in einen 2,5 Kilometer entfernten Nachbarort. Dort war Endstation: In einem Garten entdeckten die Beamten einen Baucontainer. Als sie die Tür öffneten, saß der gesuchte 45-Jährige darin – widerstandslos ließ er sich festnehmen. Bei ihm wurde auch ein Pfefferspray sichergestellt. Insgesamt soll der Mann für mindestens 25 Straftaten verantwortlich sein.