Vor dem ersten WM-Spiel des Iran gegen Neuseeland (2:2) standen in Los Angeles nicht nur 22 Spieler im Fokus. Tausende Exil-Iraner versammelten sich Stunden vor dem Anpfiff vor dem SoFi Stadium, um gegen das Regime in Teheran zu protestieren.
Die Demonstranten skandierten Parolen gegen die Islamische Republik und schwenkten die historische Löwen-und-Sonne-Flagge, die heute als Symbol der Opposition gilt. Viele sehen die Nationalmannschaft nicht als Team des iranischen Volkes, sondern als Aushängeschild der Regierung.
Die Sicherheitsvorkehrungen waren enorm. Rund um das Stadion patrouillierten neben der Polizei auch SWAT-Einheiten, FBI-Agenten und weitere Sicherheitskräfte. Trotz der angespannten politischen Lage blieb die Stimmung friedlich.
Auch im Stadion machten die Fans ihre Haltung deutlich. Als vor dem Anpfiff die iranische Hymne erklang, wurde sie von lautstarken Pfiffen begleitet. Gleichzeitig erhielt die Mannschaft während des Spiels immer wieder Unterstützung von Teilen der iranischen Anhänger.
Sportlich lieferten sich Iran und Neuseeland ein spektakuläres Duell. Die "All Whites" gingen zweimal in Führung, doch Iran schlug jeweils zurück. Mohammad Mohebbi und Ramin Rezaeian sorgten mit ihren Treffern für das 2:2-Endergebnis.
Damit wurde der WM-Auftakt des Iran einmal mehr von politischen Spannungen überschattet. Die Proteste gegen das Regime waren rund um das Stadion kaum zu übersehen. Im Vorfeld der Partie hatte die, von Präsident Donald Trump verkündigte Einigung auf das Ende des Krieges mit dem Iran für Aufsehen gesorgt.