Rechtsextremes Zeichen

Rassistische Geste? Schiedsrichter verteidigt sich

Schiedsrichter Shaun Evans hat sich zu seiner vermeintlichen rassistischen Geste geäußert.
Sport Heute
16.06.2026, 05:30
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Nach heftiger Kritik und Spekulationen hat WM-Schiedsrichter Shaun Evans zu einer umstrittenen Handgeste Stellung genommen.

Der australische Referee war vor dem WM-Spiel zwischen Deutschland und Curaçao (7:1) in einer TV-Sequenz im Video-Schiedsrichterraum zu sehen. Dabei formte der 38-Jährige mit Daumen und Zeigefinger einen Kreis, während die übrigen Finger ausgestreckt waren. In sozialen Netzwerken löste die Szene eine Welle an Diskussionen aus. Einige Nutzer interpretierten die Geste als mögliches "White Power"-Symbol und forderten Konsequenzen bis hin zum WM-Ausschluss des Schiedsrichters.

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Evans weist diese Vorwürfe nun entschieden zurück. "Ich möchte klarstellen, dass ich weder absichtlich eine Handgeste noch ein Symbol verwendet habe, um irgendeine Botschaft, Zugehörigkeit oder Überzeugung zu vermitteln", wurde der Australier in einer Mitteilung der FIFA zitiert.

Gleichzeitig zeigte er Verständnis für die entstandene Debatte. "Natürlich verstehe ich, wie die Geste interpretiert wurde, und ich bedaure das. Dennoch möchte ich unmissverständlich klarstellen, dass ich das betreffende Symbol weder wissentlich noch absichtlich gezeigt habe", erklärte Evans.

Der Unparteiische hat für die Szene eine andere Erklärung. Nach eigener Einschätzung könnte es sich um ein "unwillkürliches, unterbewusstes Zucken" gehandelt haben. Er sei sich in diesem Moment gar nicht bewusst gewesen, die Bewegung ausgeführt zu haben.

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Folgen hat der Vorfall für Evans jedenfalls nicht. Wie die FIFA auf Anfrage bestätigte, prüfte das unabhängige Disziplinarkomitee den Fall und fand keine Hinweise auf einen Verstoß gegen den Disziplinarcode des Weltverbandes.

Die Debatte entzündete sich auch deshalb, weil die betreffende Handbewegung unterschiedlich interpretiert werden kann. Während sie in vielen Ländern als gewöhnliches "Okay"-Zeichen gilt, wird sie seit einigen Jahren auch von rechtsextremen Gruppen als Symbol missbraucht.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 16.06.2026, 05:49, 16.06.2026, 05:30
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