Nächstes Kapitel der Job-Krise. Beim Pharmaunternehmen Sandoz kommt es in Tirol zu einem weiteren Einschnitt: Am Standort Langkampfen/Schaftenau wird die Produktion des Wirkstoffs Thyronin eingestellt, so die Tiroler Tageszeitung (TT). Dabei handelt es sich um eine Grundsubstanz für verschiedene Schilddrüsenhormone.
Die Anlagen für die Herstellung werden stillgelegt und abgebaut, auch Lagertanks und Nebenräume werden nicht mehr benötigt. Rund 30 Mitarbeiter sind von der Entscheidung betroffen, berichtet die TT. Laut Unternehmen wurde die Belegschaft bereits vor einem Jahr darüber informiert, dass die Produktion mit Ende 2026 ausläuft.
"Für den größeren Teil der betroffenen Mitarbeiter konnten wir eine alternative Position finden", erklärt Sandoz. Für die übrigen Beschäftigten laufen Gespräche mit dem Betriebsrat. "Wir hoffen, bis Ende des Jahres eine Lösung zu finden."
Als Grund nennt das Unternehmen wirtschaftlichen Druck: Die Nachfrage und die Preise am Weltmarkt seien gesunken. Gleichzeitig seien die Kosten hoch. "Verbunden mit den hohen Fixkosten war die Produktion damit wirtschaftlich nicht mehr tragbar."
Erst Mitte März war bekannt geworden, dass Sandoz auch an seinem Hauptstandort in Kundl Jobs abbauen will. Dort steht die Schließung eines Entwicklungszentrums im Raum. Laut Unternehmen sind rund 100 Mitarbeiter betroffen, der Betriebsrat spricht von bis zu 190 Stellen.
Auch hier laufen Gespräche. Ein endgültiger Stand ist derzeit offen.