Ein günstiges Auto mit frischem Pickerl – dieser Traum wird oft zum Albtraum. Familie E. aus dem Bezirk Wels-Land (Oberösterreich) kaufte vor wenigen Wochen um 4.050 Euro einen familientauglichen Renault Scénic von einer Privatperson.
Das Fahrzeug war bereits 14 Jahre alt und hatte rund 240.000 Kilometer am Tacho. Immerhin gilt der Dieselmotor prinzipiell als zuverlässiger Wegbegleiter bei den Fahrzeugen. Bei dem Kilometerstand erwartete die Familie wahrlich keinen Neuwagen, allerdings ging sie davon aus, dass ein neues Pickerl vor groben Reparaturen schützen würde. Allerdings entpuppte sich der Renault nach dem Kauf als Groschengrab.
"Unser Mechaniker begutachtete das Auto und fragte uns, wie es überhaupt ein Pickerl bekommen konnte", erzählt Besitzerin Sabine im "Heute"-Talk. Noch war der Traum nicht geplatzt: Sie hatte die Hoffnung, dass sie das Auto zumindest nach einigen Reparaturen noch nutzen könnte.
Der Mechaniker bremste die Erwartungen, man müsse mindestens 2.000 Euro investieren, um das Auto in einen "ordentlichen" Zustand zu bekommen. Eine Summe, die für die Familie momentan schlichtweg nicht leistbar ist – dementsprechend groß der Frust: "Wir stehen jetzt ohne Auto da."
Familie O. bestreitet jetzt den Rechtsweg und klagt die Werkstatt, die das Pickerl ausgestellt hat. Der Renault steht aktuell vor der Garageneinfahrt und kann nicht mehr bewegt werden, erzählt Sabine. Nun liegt es am Richter, ob es der Verkäufer das Auto zurücknehmen muss oder nicht.