Platini weist Korruptions-Anschuldigungen von sich

Ex-UEFA-Boss Michel Platini besteht nach seiner Vernehmung durch die Polizei auf seine Unschuld. Er soll bloß als Zeuge ausgesagt haben.

Der frühere UEFA-Präsident Michel Platini wurde am Dienstagmorgen in Polizeigewahrsam genommen. Gegen ihn soll der Verdacht auf Korruption Vergabe der Fußball-WM 2022 an Katar bestehen. Der 63-jährige Franzose wehrte sich nun gegen die Anschuldigungen und beteuerte seine Unschuld.

Wie berichtet, wurde Platini im Rahmen der Korruptionsuntersuchungen von der Polizei verhört. Jetzt wies er jegliche Schuld von sich. Er habe "sich nichts vorzuwerfen und absolut nichts falsch gemacht", erklärte sein Anwalt William Bourdon: "Michel Platini ist gelassen und präzise, er beantwortet alle Fragen."

Der frühere Nationalspieler Frankreichs war von der Anti-Korruptions-Abteilung der Kriminalpolizei im Pariser Vorort Nanterre verhört worden. Laut der französische Nachrichtenagentur "AFP" bestehe der Verdacht auf "aktive und passive Korruption."

Im Fokus der Ermittler stand vor allem ein Treffen im Elysee-Palast Ende November 2010. Daran teilgenommen haben Platini, der damalige Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy und der heutige Emir Tamim bin Hamad Al-Thani des Emirats Katar.

Konkreter Inhalt soll dabei die Vergabe der WM 2022 gewesen sein. Katar sollte den französischen Klub Paris Saint-Germain kaufen, im Gegenzug würde Platini seine Kontakte nutzen und Stimmen für den Wüstenstaat sammeln.

Tatsächlich wurde das Turnier nur wenig später an Katar vergeben. 2011 kaufte sich dann auch Katar bei PSG ein.

Seither wurden immer wieder Vorwürfe der Korruption im Zusammenhang mit der WM-Vergabe laut. Seither wurden einige der Mitglieder des FIFA-Exekutivkomitees, das 2010 die Entscheidung Katar traf, von der Ethikkommission der FIFA gesperrt.

(Heute Sport)

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