Unruhe rund um eine Moschee im Bezirk Kirchdorf: Gegen den Trägerverein der Emir-Sultan-Camii-Moschee in Schlierbach wurde am Landesgericht Steyr ein Konkursverfahren eröffnet. Für die muslimische Gemeinde steht nun eine entscheidende Frage im Raum: Kann der Betrieb überhaupt weiterlaufen?
Die Moschee befindet sich im ehemaligen Gasthaus Kremstal direkt an der B138. Wer genau den Antrag eingebracht hat, ist laut Bericht der "OÖN" derzeit unklar. Gemutmaßt wird, dass es sich um Forderungen des Finanzamts oder der Krankenkasse handeln dürfte.
Noch völlig unklar ist aktuell, wie hoch die offenen Verbindlichkeiten tatsächlich sind und wie viele Gläubiger betroffen sein könnten. Ob der Betrieb der Moschee weitergeführt werden kann oder Gläubige künftig auf andere Standorte ausweichen müssen, wird sich erst zeigen.
Hinweise auf einen Streit um offene Mieten gibt es derzeit nicht. Laut Bericht steht die Immobilie im Eigentum der Union Islamischer Kulturzentren in Österreich (UIKZ). Ganz ausgeschlossen ist eine Rettung offenbar nicht. Bereits 2019 gab es in NÖ einen ähnlichen Fall.
Eine Moschee-Gemeinde in Kematen an der Ybbs konnte damals ihre offenen Schulden begleichen. In Schlierbach dürfte spätestens am 7. Juli Bewegung in die Sache kommen. Für diesen Tag wurde die Prüfungstagsatzung angesetzt.