Händler schlagen Alarm

"Schlecht gemacht": Handel stinksauer wegen Paketsteuer

Die Wirtschaftskammer Oberösterreich kritisiert die geplante Paketabgabe scharf. Händler und Kunden würden massiv belastet.
Oberösterreich Heute
15.05.2026, 08:02
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Die geplante Paketabgabe der Bundesregierung sorgt jetzt für heftigen Widerstand im Handel. Vor allem Oberösterreichs Händler laufen Sturm gegen die neuen Pläne. Die Wirtschaftskammer Oberösterreich spricht von einer "schlecht gemachten Paketsteuer" und warnt vor massiven Folgen für Betriebe und Kunden.

Konkret soll künftig pro Paket eine Abgabe von zwei Euro fällig werden. Laut Handelsobmann Martin Sonntag treffe die Maßnahme aber nicht nur internationale Online-Riesen, sondern vor allem heimische Händler.

"Die Abgabe klingt zunächst wie eine Maßnahme gegen internationale Plattformen. Tatsächlich trifft sie aber tausende heimische Händler, die über Plattformen wie Amazon oder eBay verkaufen", so Sonntag.

Besonders kritisch sieht die Sparte Handel die Situation im ländlichen Raum. Viele Gemeinden kämpfen ohnehin bereits um ihre Nahversorgung. Zusätzliche Kosten könnten die Lage weiter verschärfen.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Erzähle uns deine Story!

Wurde dir eine Beihilfe gestrichen? Kannst du dir das Leben kaum mehr leisten? Ist dir gerade etwas besonders Trauriges, Witziges oder Erstaunliches geschehen? Bewegt dich ein anderes Thema? Bist du der Meinung, dass deine Geschichte erzählt werden sollte? Dann melde dich bei uns unter [email protected]. Denn deine Story ist uns wichtig!Mail an uns

Die Wirtschaftskammer fordert daher nicht nur einen sofortigen Stopp des Gesetzesentwurfs, sondern auch endlich moderne Lösungen für die Nahversorgung. Im Fokus stehen digitale Selbstbedienungskonzepte und sogenannte Hybridmärkte.

Diese Modelle ermöglichen längere Öffnungszeiten auch ohne zusätzliches Personal. Klassische Verkaufsflächen sollen wie bisher betrieben werden können, während Selbstbedienungsbereiche darüber hinaus offen bleiben dürfen.

"Gerade kleine Gemeinden brauchen moderne und flexible Lösungen, damit Nahversorgung auch in Zukunft möglich bleibt", betont Sonntag. Hybridmärkte seien kein Ersatz für klassische Nahversorger, sondern eine wichtige Ergänzung dort, wo herkömmliche Konzepte wirtschaftlich kaum mehr funktionieren.

Die Wirtschaftskammer fordert deshalb rasche gesetzliche Anpassungen. Wer Digitalisierung und den ländlichen Raum stärken wolle, müsse jetzt handeln - und dürfe Händler nicht zusätzlich belasten.

{title && {title} } red, {title && {title} } 15.05.2026, 08:02
Weitere Storys
Jetzt E-Paper lesen