Sport

Pliquett - die Neuverpflichtung ist in Graz der Held

Heute Redaktion
14.09.2021, 15:44

Mit dem vierten Sieg in den jüngsten fünf Bundesligapartien hat Sturm Graz am Samstag in der 11. Runde seinen Aufwärtstrend gefestigt. Held eines fußballerisch mageren Abends war aber weniger Torschütze David Schloffer denn Goalie Benedikt Pliquett. Mit mehreren Glanzparaden im Finish hielt der Gratzei-Ersatzmann den Sieg der "Blackys" fest und erhöhte so auch den Druck im Duell mit dem Einsergoalie, der in der kommenden Runde nach seiner Sperre wieder einsatzbereit ist.

seinen Aufwärtstrend gefestigt. Held eines fußballerisch mageren Abends war aber weniger Torschütze David Schloffer denn Goalie Benedikt Pliquett. Mit mehreren Glanzparaden im Finish hielt der Gratzei-Ersatzmann den Sieg der "Blackys" fest und erhöhte so auch den Druck im Duell mit dem Einsergoalie, der in der kommenden Runde nach seiner Sperre wieder einsatzbereit ist.

"Er war auch im letzten Spiel sehr sicher, hat viel Energie gebracht", befand Sturm-Coach Darko Milanic über die deutsche Neuverpflichtung, die am Ende der Transferzeit in die Steiermark gekommen war. Was die starken Leistungen für die künftige Hackordnung bedeuten, wollte er nicht verraten. "Ich habe zwei super Torleute, wenn ich solche Schwierigkeiten habe, geht es mir gut", sagte der Slowene gegenüber dem TV-Sender Sky.

Pliquett selbst, der im Finish bei zwei Versuchen von Taboga und Zulechner sensationell reagierte, zeigte sich hocherfreut. "Das ist eine Riesengenugtuung nach meiner schweren Zeit", meinte der 28-Jährige, der bei seinem Vorgänger-Club St. Pauli nur noch dritter Tormann gewesen war. "Im Moment passt einfach alles, heute habe ich auch etwas zu halten bekommen." Den Zweikampf mit Gratzei eröffnete er auch verbal. "Das war schon eine Visitenkarte. Der Trainer wird es entscheiden, aber es sieht ganz gut aus."

"Wir müssen Momentum behalten"

Milanic, der zum Saisonstart eine Krise durchmachen musste, war von den drei Punkten, nicht aber vom gesamten Spiel angetan. "Wir müssen unser gutes Momentum jetzt behalten", forderte der 45-Jährige, "so wie in der ersten Hälfte war es o.k., in der zweiten haben wir aber zu wenig gespielt, waren zu passiv und zu tief."

Sein Grödiger Kollege Adi Hütter will indes mit seiner , holte in den jüngsten fünf Partien nur vier Punkte. "Hätten wir gewonnen, hätten wir uns von Sturm Graz absetzen können", sagte der Vorarlberger. "Wir müssen uns wieder steigern, so gefällt mir das nicht. Aber abschreiben darf uns niemand."

  mit einem 1:1 Platz zwei in der Tabelle, erst der Ausschluss von Rnic (65.) brachte die Innviertler ins Spiel zurück. "Danach haben wir nach vorne ein Übergewicht bekommen, da war meine Mannschaft gut und hat auch verdient den Ausgleich gemacht", analysierte Trainer Michael Angerschmid. WAC-Coach Dietmar Kühbauer wollte sich nicht so richtig freuen. "Wenn du fast eine halbe Stunde mit einem Mann weniger spielst und kurz vor der 90. Minute 1:0 führst, dann ist schon ein bisschen ein weinendes Auge dabei. Mit elf Mann hätten wir das Spiel nie und nimmer aus der Hand gegeben."

Tiroler müssen zufrieden sein

mit einem Tor in der Nachspielzeit eine Niederlage und damit den Absturz auf den letzten Platz. Mann des Abends war beim 3:3 Stürmer Lukas Hinterseer mit zwei Treffern, er fälschte den Ball beim 0:1 zwar in den eigenen Kasten ab, machte das aber spätestens mit dem Ausgleich in der 91. Minute wieder gut. "Wir sind mit Kampf, Biss und Willen zurückgekommen. Gott sei Dank ist uns der Ausgleich noch gelungen, wir müssen zufrieden sein mit dem Punkt", meinte der Tiroler.

Für Wacker-Coach Roland Kirchler ist der 22-Jährige in Topform. "Er ist ein Thema für das Nationalteam, ich appelliere an Marcel Koller 'beruf' ihn ein', er trifft nicht nur ins eigene, sondern auch ins gegnerische Tor", meinte Kirchler mit einem Schmunzeln. Koller holte Hinterseer zuletzt erstmals auf Abruf in die Auswahl. Bezüglich des weiteren Saisonverlaufs gab sich Kirchler jedenfalls optimistisch: "Wir haben einen gesicherten Mittelfeldplatz als Ziel ausgegeben, das ist auch weiter drinnen."

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