Tadej Pogacar holt sich nach zwei Tagen das Gelbe Trikot bei der 113. Tour de France wieder zurück. Der Slowene siegte auf der sechsten Etappe von Pau über 186,2 Kilometer zur Bergankunft in Gavarnie-Gedre inklusive der Überquerung des berühmtberüchtigten Col du Tourmalet überlegen und schnappte sich damit wieder die Gesamtführung. Das Gelbe Trikot hatte Pogacar auf der vierten Etappe noch abgeben müssen, als eine Ausreißergruppe zu viel Vorsprung herausgefahren hatte und der Norweger Torstein Träen Gelb übernahm.
Der slowenische Rad-Weltmeister überquerte beim Pyrenäen-Showdown nach 4:32:07 Stunden und einer beeindruckenden Solofahrt über 43 Kilometer vor den Augen von Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron als Erster die Ziellinie. Er hängte seinen Dauer-Rivalen Jonas Vingegaard aus Dänemark um 2:38 Minuten ab. Der Mexikaner Isaac del Toro, Pogacars Edelhelfer, belegte dann den dritten Etappenrang (+2:57 Minuten), er hatte auf dem Tourmalet das Tempo für seinen Kapitän angezogen. Zeitgleich klassierten sich Remco Evenepoel aus Belgien und Paul Seixas aus Frankreich.
"Das war einer meiner fünf besten Siege. Ein unglaublicher Sieg, einer der süßesten", sagte der 27 Jahre alte Slowene, der seinen 23. Etappensieg bei der Tour feierte.
In der Gesamtwertung nimmt Pogacar nun 2:42 Minuten Vorsprung auf Vingegaard mit in die nächsten, eher flachen Etappen. Del Toro hat als Dritter bereits 3:27 Minuten Rückstand.
Der bisherige Gelb-Träger Träen stürzte auf der Tourmalet-Abfahrt weit zurückliegend, da war die Gesamtführung schon lange verloren, rutschte auf den 28. Gesamtrang mit 22:12 Minuten Rückstand ab.