Mark Webber sicherte sich am Samstag im Qualifying die Pole-Position für den Grand Prix von Abu Dhabi. Hinter dem Australier reihten sich Red-Bull-Teamkollege Sebastian Vettel und Nico Rosberg ein. Rückschlag für Fernando Alonso im Kampf um die Vize-Weltmeisterschaft: Der Spanier schied bereits im zweiten Quali-Abschnitt aus.
Ferrari kämpfte schon das ganze Wochenende damit den Anschluss zu finden. Die Rechnung bekamen die Italiener im Qualifying präsentiert. Alonso scheiterte als Elfter um mehr als eine Zehntelsekunde am Einzug ins Q3. Ausgerechnet Teamkollege Felipe Massa sicherte sich den rettenden zehnten Platz. Im Top-Ten-Qualifying kam aber auch er nicht über Rang acht hinaus. Alonso fehlte in diesem zum ersten Mal seit Valencia 2012.
Webber in einer Liga mit Brabham und Hill
Die erste Startreihe ging einmal mehr souverän an Red Bull. "Die sind einfach unschlagbar", musste Rosberg anerkennen. Allerdings stahl Webber dem frischgebackenen Weltmeister die Show und sicherte sich die 13. Pole-Position seiner Karriere. Damit zog er im ewigen Ranking mit Legenden wie Jack Brabham und Graham Hill gleich.
"Es war wegen der wechselhaften Temperaturen nicht einfach", erklärte Webber die schwierige Arbeit am Setup. In Abu Dhabi sinken die Asphalttemperaturen im Verlauf der Sessions, da man erst abends fährt. "Im Q1 und Q2 habe ich mich im Auto nicht besonders wohl gefühlt. Dann haben wir aber am Frontflügel eine Änderung vorgenommen", so der Red-Bull-Pilot.
Vettel hatte einen "Wackler"
Vettel leistete sich auf seiner schnellen Runde einen seiner seltenen Fahrfehler, weshalb es nicht für Platz eins reichte. "Man sieht, es gibt keine Garantie für den ersten Platz", meinte der Deutsche. "Ich bin nicht zufrieden. Ich hatte schon das ganze Wochenende das Gefühl, einen Schritt zurück zu sein. Auf meiner schnellen Runde hatte ich einen Wackler, ich hätte es besser machen müssen."
Dreher von Hamilton
Rosberg war mit Platz drei nicht unzufrieden. "Unser Ziel war es, 'Best of the Rest' hinter Red Bull zu sein. Das ist schon mal geglückt, weshalb ich zufrieden bin. Es ist auch wichtig für die Konstrukteurs-WM, dass Lotus und Ferrari hinter uns stehen", erklärte der Mercedes-Pilot, dessen Teamkollege Lewis Hamilton auf seiner letzten schnellen Runde eine bessere Platzierung mit einem Dreher wegwarf.
Räikkönen disqualifiziert
Dieser Kampf ist gerade für Lotus überlebenswichtig. Das hochverschuldete Team . Im Qualifying fuhr der "Iceman" mit der Wut im Bauch immerhin auf den fünften Platz. Die Freude währte aber nur kurz: Bei der technischen Kontrolle wurde ein Regelverstoß am Lotus festgestellt - der Unterboden bestand den Belastungstest nicht. Deshalb wurde der Finne disqualifiziert und muss das Rennen vom letzten Platz aus in Angriff nehmen.
Endstand beim Qualifying für den Grand Prix von Abu Dhabi:
1. Mark Webber (AUS) Red Bull 1:39,957 Min.
2. Sebastian Vettel (GER) Red Bull 1:40,075
3. Nico Rosberg (GER) Mercedes 1:40,419
4. Lewis Hamilton (GBR) Mercedes 1:40,501
5. Kimi Räikkönen (FIN) Lotus 1:40,542
6. Nico Hülkenberg (GER) Sauber 1:40,576
7. Romain Grosjean (FRA) Lotus 1:40,997
8. Felipe Massa (BRA) Ferrari 1:41,015
9. Sergio Perez (MEX) McLaren 1:41,068
10. Daniel Ricciardo (AUS) Toro Rosso 1:41,111
11. Fernando Alonso (ESP) Ferrari 1:41,093
12. Paul di Resta (GBR) Force India 1:41,133
13. Jenson Button (GBR) McLaren 1:41,200
14. Jean-Eric Vergne (FRA) Toro Rosso 1:41,279
15. Pastor Maldonado (VEN) Williams 1:41,395
16. Valtteri Bottas (FIN) Williams 1:41,447
17. Esteban Gutierrez (MEX) Sauber 1:41,999
18. Adrian Sutil (GER) Force India 1:42,051
19. Giedo van der Garde (NED) Caterham 1:43,252
20. Jules Bianchi (FRA) Marussia 1:43,398
21. Charles Pic (FRA) Caterham 1:43,528
22. Max Chilton (GBR) Marussia 1:44,198