Die Österreicher stehen vor der nächsten Mieterhöhung. Vor lauter Teuerungen wissen die Menschen nicht, wie sie über die Runden kommen sollen. Von der Politik fühlen sich die meisten im Stich gelassen. Mit einigen Betroffenen hat "Heute" in Floridsdorf gesprochen.
Laut der 64-jährigen Marlene ist die Wohnkostenbeihilfe von rund 200€ ein absoluter "Schwachsinn". Sie wirft den Politikern außerdem vor, dass sie in "Saus und Braus" leben und die Sorgen der Bürger somit nicht nachvollziehen können. Zustimmung gibt es von dem 50-jährigen Manfred. Er zahlt aktuell fast 500 Euro Miete für eine Einzimmerwohnung und hat sehr mit den Teuerungen zu kämpfen. Er wünscht sich "die Politiker sollten mal probieren, im Monat von knapp 1.100 Euro zu überleben".
Auch der 55-jährige Manfred empfindet den Zuschuss nur als einen Tropfen auf dem heißen Stein. Bei der Frage, ob er aktuell aufgrund der Teuerungen auf einiges verzichten müsse, wird er schon fast emotional. "Man überlegt bei allem was man macht. Heutzutage ist es fast nicht mehr möglich mit seinem Enkerl in den Prater zu gehen", so der 55-Jährige. Er wollte seinen Kindern immer mehr ermöglichen, doch die aktuelle Lage lässt dies einfach nicht zu.
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Der 55-jährige Martin hat kein großes Verständnis für die aktuellen Probleme der Menschen. "Die Leute regen sich über alles auf, aber kaufen trotzdem ein wie die Irren", so Martin. Er ist der Überzeugung, dass die Menschen einfach viel zu viel einkaufen und die Wegwerfgesellschaft ein großes Problem ist. "Man kann alles zum halben Preis kaufen oder von vornherein nur die Hälfte kaufen. Da kommen die Leute aber nicht drauf!", beschwert sich der Wiener.