Politische Lage: Arsenal-Star nicht bei EL-Finale

Die politische Lage in Aserbaidschan macht es nötig: Arsenal muss im Europa-League-Endspiel in Baku eine Stammkraft vorgeben.
Vor dem Europa-League-Finale am 29. Mai gegen den Stadtrivalen Chelsea erlebt Arsenal einen herben personellen Rückschlag. Die "Gunners" müssen ohne Henrikh Mkhitaryan antreten. Der 30-Jährige reist nicht einmal mit der Mannschaft mit.

Der Grund für das Fehlen des Armeniers ist allerdings keine Verletzung, sondern die politische Lage im Endspiel-Austragungsland. Zwischen Armenien und Aserbaidschan herrscht ein jahrzehntelanger Grenzkonflikt um die Region Berg-Karabach. Im letzten Jahr spitzte sich die Lage neuerlich zu.

Mkhitaryan bleibt daheim



CommentCreated with Sketch.1 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Nun gaben die "Gunners" in einer Aussendung bekannt, freiwillig auf den 30-Jährigen zu verzichten. "Wir sind enttäuscht, mitteilen zu müssen, dass Henrikh Mikhitaryan nicht mit der Mannschaft zum Europa-League-Finale gegen Chelsea reisen wird. Wir haben alle Optionen geprüft, gemeinsam mit ihm und seiner Familie aber entschieden, dass er nicht mitreisen wird", erklärte der Premier-League-Klub.

Schon vor Wochen hatten die Londoner der UEFA die Bedenken erklärt und Garantien verlangt. In der laufenden Saison spielte Arsenal schon in der Gruppenphase in Aserbaidschan gegen Qarabag (3:0). Bereits da war Mkhitaryan in London geblieben.

Arsenal unzufrieden



Das aserbaidschanische Außenministerium hatte zuvor betont, dass bereits Sportveranstaltungen in Baku stattgefunden hätten, bei denen armenische Sportler teilnahmen.

Das Fehlen Mkhitaryans ist nicht der einzige Grund für Arsenals Unzufriedenheit. In einer Stellungnahme hatten die Londoner die Wahl des Finalstadions als "nicht akzeptabel" bezeichnet. Aufgrund der geringen Transportmöglichkeiten könnten nicht genug Fans die Reise nach Baku antreten, hieß es. (wem)

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