Sport

Politischer Druck vor WM-Vergabe an Katar

Heute Redaktion
14.09.2021, 02:50

Erstmals gibt FIFA-Präsident Joseph Blatter zu, dass es politischen Druck aus europäischen Staaten gegeben hat, die Fußball-Weltmeisterschaft 2022 nach Katar zu vergeben. Deutschland und Frankreich sollen dabei den größten Druck auf Blatter ausgeübt haben.

 

FIFA-Präsident Joseph Blatter hat Deutschland und Frankreich politische Einflussnahme aus wirtschaftlichem Interesse für eine Fußball-WM 2022 in Katar unterstellt. "Es war politischer Druck aus europäischen Ländern, die WM nach Katar zu bringen", behauptete der Weltverbandschef am Freitag nach einer Audienz bei Papst Franziskus."Zwei der Länder, die Druck auf die Wahlmänner in der FIFA gemacht haben, waren Frankreich und Deutschland. Das ist bekannt, das ist keine neue Information", betonte der 77-jährige Schweizer. 

Angesichts der bekannt gewordenen verlangte er aus beiden Ländern Äußerungen von höchster politischer Stelle. "Sie sollen erklären, was sie von der Situation halten. Es ist leicht zu sagen, alle Verantwortung liegt bei der FIFA - nein, nein", sagte Blatter. Der FIFA-Boss unterstützt die Entschließung des EU-Parlaments vom Donnerstag zu den Arbeitsbedingungen auf den Baustellen für das WM-Turnier 2022. "Wir missbilligen, was dort passiert ist", betonte Blatter. Die großen Baufirmen, die alle aus Europa stammten, seien jedoch auch für ihre Arbeiter verantwortlich, fügte er hinzu.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen