Gumpendorfer Straße bekommt jetzt Polizeischutz

Die U6- und Bim-Stationen bei der Gumpendorfer Straße stehen ab sofort unter Polizeischutz. Auch Sozialarbeiter sind verstärkt vor Ort. Das versprechen Sonja Grabenhofer, Geschäftsführerin der Suchthilfe Wien, Mariahilfs Bezirkschef Markus Rumelhart (SPÖ), Ewald Lochner, Koordinator für Psychiatrie, Sucht- und Drogenfragen der Stadt Wien und Wiens Polizeipräsident Gerhard Pürstl (v.li.).
Die U6- und Bim-Stationen bei der Gumpendorfer Straße stehen ab sofort unter Polizeischutz. Auch Sozialarbeiter sind verstärkt vor Ort. Das versprechen Sonja Grabenhofer, Geschäftsführerin der Suchthilfe Wien, Mariahilfs Bezirkschef Markus Rumelhart (SPÖ), Ewald Lochner, Koordinator für Psychiatrie, Sucht- und Drogenfragen der Stadt Wien und Wiens Polizeipräsident Gerhard Pürstl (v.li.).Denise Auer
Die Gumpendorfer Straße gilt als sozialer Hotspot und Sorgenkind der Stadt. Mit einer fixen Polizeipräsenz soll die Situation verbessert werden.

Es ist kein Ort, wo sich Wiener gerne lange aufhalten. Es wird gestritten, herumgelungert und gedealt. Vor allem der Opposition ist das naheliegende Suchthilfezentrum Jedmayer ein Dorn im Auge. 2019 hat Wien ein Ampelsystem für soziale Hotspots eingeführt. Rot leuchtet es bei der Gumpendorfer Straße. Im Mai 2019 wurde sogar ein Polizeicontainer errichtet, um besser gegen die Drogenszene vor Ort vorgehen zu können – "Heute" berichtete. Trotz der Bemühungen der Stadt hat sich die Situation bei der U-Bahnstation in Mariahilf nicht verbessert – das soll sich nun ändern.

Ab sofort ist die Polizei zu Hauptverkehrszeiten fix bei der U-Bahn-Station präsent. Schauten die uniformierten Beamten vorher eher unregelmäßig vorbei, treffen Passagiere nun täglich auf die Exekutive. Zusätzlich hat die Stadt die Mobile Soziale Arbeit aufgestockt. Mit "sam plus" kümmert sich ein eigenes Team um die U-Bahn-Station und die Umgebung. Zusätzlich sind auch Nachtstreetworker verstärkt unterwegs, um auch in den Abendstunden ein besseres Nebeinander zu ermöglichen.

Maßnahmen werden Zeit brauchen

"Damit zeigen wir, wie langfristige, wirksame Lösungen für das Zusammenleben im öffentlichen Raum funktionieren können", so Ewald Lochner, Koordinator für Psychiatrie, Sucht- und Drogenfragen der Stadt Wien. "Natürlich dürfen wir nie vergessen, dass alle Maßnahmen auch Zeit brauchen, um zu ihrer vollen Wirkung zu gelangen. Wir werden genau deshalb auch in Zukunft weiter für einen sicheren und angenehmen öffentlichen Raum an den vielen Verkehrsknotenpunkten unserer Stadt arbeiten", verspricht Lochner.

Sozialarbeit und Polizei ziehen an einem Strang

"Wir machten an der neuralgischen Kreuzung vor der U6 die Erfahrung, dass am wirkungsvollsten die Zusammenarbeit der mobilen Sozialarbeit und der Polizei ist. Daher ist es gut und richtig, die gemeinsame Arbeit personell aufzustocken und auszubauen", meint auch Markus Rumelhart, Bezirksvorsteher in Mariahilf (SPÖ).

"Ziel ist es, Benutzer der öffentlichen Verkehrsmittel, Anrainer und Straßenteilnehmer ein ungefährdetes und möglichst störungsfreies Benützen der öffentlichen Verkehrsmittel und Verkehrsfläche zu gewährleisten“, ergänzt Landespolizeipräsident Gerhard Pürstl. "Insbesondere an Verkehrsknotenpunkten ist eine gute und engmaschige Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Akteuren notwendig, um rasch auf Herausforderungen reagieren zu können und um sicherzustellen, dass der öffentliche Raum für alle Menschen gut nutzbar ist", freut sich auch Sonja Grabenhofer, Geschäftsführerin der Suchthilfe Wien, über die neue Kooperation.

Zusammenarbeit mit Wiener Linien

Neben Polizei und Sozialarbeiter, helfen auch die Mitarbeiter der Wiener Linien mit, um die Situation bei der Gumpendorfer Straße zu verbessern. Seit Mitte Juli sind zu Hauptverkehrszeiten fixe Standposten des Sicherheitsdienstes an der Station im Einsatz.

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