Sport

Polizei setzt Pfefferspray gegen Rotsünder ein

Heute Redaktion
14.09.2021, 16:51

Erneut kam es im brasilianischen Fußball zu wilden Szenen. Die Polizei attackierte einen Spieler mit Pfefferspray, weil dieser nach einer roten Karte nicht das Feld verlassen wollte. Mehrere andere Kicker und Zuschauer wurden ebenfalls Opfer der Polizeiaktion.

2014 soll in Brasilien die Fußball-WM stattfinden. Doch dort herrscht derzeit ein akutes Gewaltproblem in den Stadien. Erst vor kurzem (Heute.at berichtete) warfen gewaltbereite Fans einen Sprengsatz in eine Spielerkabine. Danach kam es zu einer Massenschlägerei zwischen Zuschauern und Kickern.

Nun der nächste Zwischenfall: Beim Unterliga-Spiel Genus gegen Moto Clube (0:3) kam es zu einem aggressiven Polizeieinsatz. Aber nicht wegen Fanausschreitungen, sondern wegen dem Geschehen auf dem Rasen. Robson, Verteidiger bei Genus, hatte seinen Gegenspieler derart böse niedergestreckt, dass ihm der Schiedsrichter Rot zeigte.

Polizei geht brutal gegen Rotsünder vor

Doch Robson ging nicht wie sonst üblich unter der Dusche, sondern lieferte sich ein massives Wortgefecht mit dem Unparteiischen. Dieser rief die Polizei, damit sie den Rotsünder vom Platz geleitet. Doch Robson ließ sich davon nicht beeindrucken und schimpfte munter weiter. Dann wurde es den schwer gepanzerten Polizisten zu viel, der Pfefferspray kam zum Einsatz.

So gelang es der Exekutive, den Störenfried vom Spielfeld zu scheuchen. Allerdings haben es die Polizisten mit ihrem Pfefferspray-Einsatz ordentlich übertrieben. Mehrere Spieler und Zuschauer, unter ihnen zahlreiche Kinder, kamen ebenfalls in Kontakt mit dem Reizgas. Eine interne Untersuchung soll nun die Rechtmäßigkeit des Einsatzes prüfen.

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