Zu einem Polizeieinsatz kam es am Dienstagnachmittag vor der Ganztagsvolksschule Steinlechnergasse im 13. Wiener Bezirk. Eine abholende Person führte eine Waffe mit sich, soll sie offenbar vor der Schule hergezeigt haben.
Wie die Wiener Polizei gegenüber "Heute" bestätigt, machten mehrere Schüler einen Polizisten, der zu diesem Zietpunkt die Schulwegsicherung durchführte, auf einen älteren Mann mit einer camouflagefarbenen Baseballkappe am Kopf aufmerksam. Er soll eine Pistole bei sich gehabt haben.
Umgehend wurden weitere Einsatzkräfte verständigt, die den Mann vor Ort nicht mehr antreffen konnten. Eine Lehrkraft der Schule bestätigte, dass sie den Mann angesprochen und dieser ihr eine Pistole gezeigt habe. Er habe angegeben, ein Mädchen von der Schule abzuholen.
Letztendlich konnte der 79-Jährige ausgeforscht werden, es handelte sich tatsächlich um den Großvater eines Schulkindes. An seiner Wohnadresse wurde ihm die Pistole abgenommen und gegen ihn ein vorläufiges Waffenverbot verhängt.
Seine Aussage, er habe die Waffe gar nicht bei sich gehabt und lediglich sein Mobiltelefon gezeigt, erschien den Beamten nicht glaubwürdig. Er wurde wegen des Verdachts des unbefugten Führens einer Faustfeuerwaffe angezeigt.
In einem Elternbrief informierte die Schule die Erziehungsberechtigten über den Vorfall vor der Hietzinger Volksschule. Abschließende Gespräche zwischen der Schule und einer nahegelegenen Polizeiinspektion sollen noch am Mittwoch stattgefunden haben, eine Gefahr soll laut Schulschreiben zu keinem Zeitpunkt bestanden haben. Eltern stößt dieser Vorfall trotzdem böse auf.
"Heute" sprach mit einem Elternteil eines Schulkindes an dem Bildungsstandort. Dieses sei selbst mit seiner Familie aus dem 10. Bezirk nach Hietzing gezogen, um den Nachwuchs in einem besseren Umfeld großziehen zu können. Probleme dieser Art "betreffen aber nicht nur Favoriten. Ich bin in Wien geboren und aufgewachsen – und habe langsam genug davon", schildert der Erziehungsberechtigte gegenüber "Heute".