Neue Lizenzen, neues Risiko?

Milliarden-Poker! Wiener Anwalt warnt vor Casino-Reform

Bis Ende 2027 werden die Karten für das neue Glücksspiel-Gesetz neu gemischt. Die Regierung könnte Steuer-Milliarden einnehmen, ein Anwalt warnt.
04.03.2026, 13:35
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Ende 2027 werden die Konzessionen für die Lotterien, das Online-Glücksspiel sowie für Casinos in Österreich neu vergeben – doch die Zeit drängt gewaltig. Denn für ein neues Glücksspielgesetz wurden bislang noch gar keine Weichen gestellt.

Ein Wiener Anwalt und Casino-Experte warnt nun vor voreiligen Gesetzen. Der Staat könnte zwar Steuer von bis zu zwei Milliarden Euro einnehmen – fraglich ist jedoch, ob dabei ein effektiver Spielerschutz gewährleistet werden kann.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Steuergeld für den Staat, steigende Sucht-Gefahr für Betroffene

Für Lotterien und Online-Casino gibt es derzeit eine einzige Konzession. Diese hält die Österreichische Lotterien GmbH, sprich: die Casinos-Austria-Gruppe. Das könnte sich mit der Neuvergabe der Konzessionen im Jahr 2027 aber ändern, denn: Die Ausschreibung weiterer Konzessionen könnte dem Staat ein bis zwei Milliarden an Steuergelder einbringen.

Online-Casino-Gesetz in Österreich – das musst du wissen:

In Österreich hat nur die Österreichische Lotterien Gesellschaft m.b.H eine gültige Konzession (Glücksspielmonopol des Bundes gemäß § 3 Glücksspielgesetz). Alle anderen Anbieter haben keine gültige Konzession. Das bedeutet, dass Betroffene ihre Verluste von vielen Online-Casinos zurückfordern können.

Doch wo liegt der Haken? "Heute" sprach darüber mit dem Wiener Anwalt Sebastian Jackwerth-Feige. Der Casinorechts-Experte befürchtet, dass eine Liberalisierung des Online-Glücksspiels zu einem Absinken des Spielerschutzes führen würde.

Mögliche neue Anbieter, "dabei Anzahl an Spielsüchtigen besorgniserregend"

Wie "Heute" bereits berichtete, sind laut Experten über 1Million Österreicher regelmäßig in Online-Casinos aktiv. Besorgniserregend findet Anwalt Jackwerth-Feige die die stetig steigende Anzahl an Spielsüchtigen. Ein Umstand, der vor allem durch die Vielzahl in Österreich illegaler Online-Anbieter begünstigt wird.

„Spielsucht wird oft verharmlost, dabei ist die Anzahl an Spielsüchtigen besorgniserregend und das Problem in der Bevölkerung weit verbreitet.“
Sebastian Jackwerth-Feige Wiener Anwalt und Casinorechts-Experte

Da "Casinos Austria" das Monopol im Online-Casino-Spiel hält, waren andere Anbieter schlichtweg illegal – Betroffene konnten ihre Verluste zurückholen. Laut dem Casinorechts-Experten würde eine Vergabe mehrerer Lizenzen dazu führen, dass Gambler ihr Geld nie wieder sehen – ein Neuanfang, begleitet von einer Therapie, sei so noch schwieriger und kostspieliger.

Auf seiner Homepage www.casinorecht.at informiert der Anwalt Betroffene über ihre Rechte, lässt Ansprüche kostenlos prüfen. Denn klar ist: Viele illegale Online-Casinos würden EU-Rechte systematisch "ausdribbeln".

Neuanfang für Betroffene – der Wiener Anwalt Sebastian Jackwerth-Feige lässt Anspruche kostenlos prüfen:

Website: www.casinorecht.at

E-Mail: [email protected]

Standort: Zelinkagasse 6/6, 1010 Wien

Telefon: +43 1 388 1337

Technische Möglichkeiten, den Online-Casino-Schwarzmarkt einzudämmen, gäbe es laut dem Casino-Experten allemal: Einzahlungs- und Zugriffssperren sowie Einzahllimits und ein zentrales Sperrregister könnten Gambler vor einer Spielsucht schützen.

Klar ist: Schon nächstes Jahr laufen Konzessionen für Lotterien, Online-Glücksspiel und sechs Casinos aus. Wie der Staat Betroffene bei möglicher Vergabe von Lizenzen für weitere Anbieter schützen soll, steht indes in den Sternen. Die Uhr tickt jedenfalls.

red, Akt. 04.03.2026, 13:45, 04.03.2026, 13:35