Ein Urlaub in Kroatien endete für eine deutsche Familie mit einem dramatischen Zwischenfall. In einer Hotelanlage in Rabac wurde ein zehnjähriges Mädchen am Dienstag beim Tauchen in einem Pool schwer verletzt. Das Kind musste wiederbelebt und anschließend ins Krankenhaus geflogen werden.
Laut der Polizei in Istrien ereignete sich das Unglück gegen 10 Uhr. Die Zehnjährige befand sich rund einen Meter unter der Wasseroberfläche und bewegte sich entlang der Beckenwand. Dabei gerieten ihre Haare in die Ansaugvorrichtung eines dort angebrachten Poolfilters.
Das Mädchen saß fest und schaffte es nicht, sich selbst zu lösen. Wie lange es unter Wasser blieb, ist unklar. Schließlich bemerkten ein Angehöriger und ein Hotelgast die Notlage und eilten zu Hilfe. Sie begannen mit Wiederbelebungsmaßnahmen, die sie bis zum Eintreffen der Rettung fortsetzten.
Ein Hubschrauber brachte das schwer verletzte Kind nach der medizinischen Erstversorgung ins Universitätsklinikum Rijeka. Dort liegt die Zehnjährige auf der Intensivstation.
"Ihr Zustand ist stabil", erklärte die Ärztin Kristina Lah Tomulić am Mittwoch gegenüber Medien. Über die weitere Entwicklung könne derzeit allerdings noch nichts gesagt werden. "Das Mädchen wurde auf die Intensivstation aufgenommen, wo alle erforderlichen diagnostischen Untersuchungen und therapeutischen Maßnahmen durchgeführt werden. Es ist jedoch noch zu früh, um eine Prognose über den weiteren Verlauf abzugeben", so Tomulić.
Wie es zu dem Unfall kommen konnte, ist nun Gegenstand polizeilicher Ermittlungen.