Ein heftiges Erdbeben hat am Donnerstagabend die chinesische Region Tibet getroffen. Die Erdstöße erreichten eine Stärke von 7,0. Ob Menschen verletzt wurden oder Gebäude beschädigt sind, war zunächst unklar.
Nach Angaben des chinesischen Erdbebenzentrums (CENC) lag das Epizentrum im Norden Tibets, im Bezirk Nagqu. Die Erschütterungen wurden gegen 22.33 Uhr Ortszeit registriert. Der Erdbebenherd befand sich rund zehn Kilometer unter der Erdoberfläche. Das Deutsche GeoForschungsZentrum (GFZ) bestätigte sowohl die Stärke als auch die Tiefe.
Die chinesischen Behörden reagierten auf das schwere Beben. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete, informierten sich der Staatsrat und das Katastrophenschutzministerium bei einer Videoschaltung über die aktuelle Situation.
Gleichzeitig wurde eine Arbeitsgruppe in das betroffene Gebiet entsandt, um die Lage vor Ort zu überprüfen.
Das Erdbeben ereignete sich im Kreis Baqing, der zur Stadt Nagqu gehört. Bis zur tibetischen Hauptstadt Lhasa sind es von dort rund 400 Kilometer. Laut Xinhua ist die betroffene Region nur dünn besiedelt.