Wer einen Porsche fährt, will auch etwas spüren - das gilt auch beim Elektroauto. Deshalb arbeitet der Sportwagenbauer an einer besonderen Neuerung für sein E-Modell Taycan: einer virtuellen Gangschaltung.
Die Funktion simuliert spürbare Schaltvorgänge und definierte Drehzahlwechsel - obwohl E-Autos eigentlich kein klassisches Getriebe brauchen. Das Ziel: ein sportlicheres Fahrgefühl auf Knopfdruck.
Wie chip.de unter Berufung auf das US-Portal The Drive berichtet, hat Porsche seine Händler bereits über die Pläne informiert. Bestellungen für den Taycan-Modelljahr 2027 mit der neuen "Virtual Transmission" sollen ab August möglich sein.
Den Impuls für die Entwicklung lieferte ausgerechnet die Konkurrenz: Der Hyundai Ioniq 5 N beeindruckte Porsche-Baureihenchef Frank Moser bei einer Testfahrt so sehr, dass er ihn als "eye-opening" bezeichnete. Hyundai hatte es geschafft, typische Verbrenner-Charakteristik überzeugend ins E-Auto zu übertragen.
Die simulierten Gangwechsel im Taycan werden softwaregesteuert und über neue Schaltwippen am Lenkrad ausgelöst. Die Funktion lässt sich ein- und ausschalten. Ein interner Testfahrer beschreibt das Ergebnis als erstaunlich authentisch: "wie ein echtes Getriebe mit klaren Gangwechseln".
Ältere Taycan-Modelle werden die Funktion nicht nachrüsten können, da ihnen die nötige Hardware fehlt. Ob auch die Elektroversionen von Cayenne oder Macan die virtuelle Gangschaltung bekommen, ist noch offen - beide haben derzeit keine Schaltwippen am Lenkrad.