Porsche zieht Konsequenzen aus neuen EU-Vorschriften und stellt die Produktion des Macan mit Verbrennungsmotor ein.
Das beliebte SUV war viele Jahre das meistverkaufte Modell der Marke, soll künftig aber nur noch als Elektroauto angeboten werden.
Hintergrund für den Schritt sind verschärfte Gesetze zur Cybersicherheit in Europa. Diese hätten umfangreiche und kostspielige Nachrüstungen an der Elektronik des Macan notwendig gemacht. Der Autobauer verzichtet deshalb auf diese Investition und setzt voll auf Elektromobilität.
Wie t-online berichtet, dominierte zuletzt noch der Benziner: Im ersten Halbjahr wurden weltweit 19.695 Macan mit Verbrennungsmotor ausgeliefert, während die Elektrovariante auf 15.620 Fahrzeuge kam.
Trotzdem wird das Verbrennermodell nun weltweit eingestellt.
Obwohl der Verkauf des Macan mit Verbrennungsmotor in Europa bereits Anfang 2025 endete, blieb das Modell international gefragt. Dennoch sinken die Auslieferungszahlen der gesamten Modellreihe: Im Vergleich zum Vorjahr gingen sie um 22 Prozent zurück.
Der Macan wurde 2014 als Einstiegs-SUV eingeführt und war lange ein Garant für hohe Absatzzahlen. Doch die Nachfrage schwächelt, und der gesamte Volkswagen-Konzern ist von einer sinkenden Nachfrage nach E-Autos betroffen.
Anfang des Jahres räumte VW-Konzernchef Oliver Blume ein, dass Porsche das Kaufverhalten der Kunden falsch eingeschätzt habe. Die Umstellung auf Elektromobilität gestaltet sich schwieriger als erwartet, zumal in den USA wichtige Steuervergünstigungen für E-Autos gestrichen wurden.
Um die Händler zu unterstützen, hat Porsche zuletzt Benziner auf Vorrat gebaut. Diese werden außerhalb Europas noch bis 2027 verkauft. Ein Nachfolgemodell mit Verbrennungs- oder Hybridantrieb ist jedoch erst für 2028 angekündigt.
Im ersten Halbjahr 2026 wurden insgesamt nur 23.700 reine E-Autos von Porsche ausgeliefert – ein Rückgang von 31 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Auch der Volkswagen-Konzern meldet insgesamt sinkende E-Auto-Auslieferungen, vor allem aufgrund schwacher Märkte in China und den USA. Lediglich der Absatz in Europa stieg leicht, reicht aber nicht für eine Trendwende.