Vorspiel zum Champions-League-Finale: Im rein portugiesischen Europa-League-Endspiel stehen sich heute (20.45 Uhr, live Sky, Sat 1, SF2) Porto und Braga gegenüber. Für die Buchmacher ist Porto Favorit, für Roland Linz nicht.
Der Austria-Stürmer kickte bis 2009 bei Braga, gibt seinen Ex-Kollegen gute Chancen. Dagegen wettet Ragnvald Soma. Rapids Abwehrchef kennt Porto von den verlorenen Europa-League-Duellen. Heute hat beide befragt. Fix: Noch nie zuvor duellierten sich in einem europäischen Finale zwei Klubs, die so nah beieinander liegen. Die Städte trennen 47 km.
Roland Linz: Braga siegt mit Beton
Obwohl Linz für Braga die Daumen drückt, bleibt ein Wermutstropfen: Von diesem Klub wegzugehen, war ein Fehler. Ich hätte gerne selbst im Finale gespielt. Vor dem Endspiel ist der Austria-Kapitän sicher: Braga ist heute der krasse Außenseiter. Wie sein Ex-Klub dem FC Porto trotzdem ein Bein stellt? Sie müssen in der Abwehr Beton anrühren und auf Konter lauern. Porto wird zu Beginn viel Druck machen, aber mit jeder Minute steigen die Chancen von Braga.
Für Rapid-Verteidiger Ragnvald Soma kann der Europa-League-Sieger nur Porto heißen. Das Team ist selbstbewusst, verfügt über individuelle Klasse. Speziell das Sturmduo hat es ihm angetan. Hulk und Falcao sind exzellent. Ihr Torriecher beeindruckt mich. Ist Braga chancenlos? Mein Geld würde ich nicht auf sie setzen, aber in einem Finale kann alles passieren. An die Partien gegen Porto denkt Soma ungern zurück. Wir haben zwar gegen die Besten verloren, aber schlecht gespielt.