Wiener rettet Kollegen in letzter Minute das Leben

Dieser Wiener rettete seinem Kollegen das Leben.
Dieser Wiener rettete seinem Kollegen das Leben.privat/ Symbolbild
Durch sein schnelles Handeln rettete ein Wiener seinem Arbeitskollegen am Dienstag das Leben. Der Mann erlitt einen Herzinfarkt. 

Der Leiter einer Postfiliale im 22. Wiener Gemeindebezirk wurde am Dienstagvormittag durch seine Geistesgegenwart zum Helden. Ein Mitarbeiter erlitt einen Herzinfarkt, der 35-jährige Postler rettete ihm das Leben. "Ich knabbere mental noch an dem Vorfall", erzählt der Filialleiter der Post am Schrödingerplatz mit zitternder Stimme gegenüber "Heute". 

Als der Vorfall sich ereignete, ging es in der Geschäftsstelle der Post wie gewohnt zu. Nicht einmal der Betroffene 40-Jährige, der den Infarkt erlitt, ahnte, was mit ihm passieren würde. Weil er Schmerzen im Brustbereich hatte, ging er zu seinem Chef ins Backoffice. Der Wiener beruhigte seinen Mitarbeiter vorerst und holte ihm ein Glas Wasser.

Mitarbeiter hatte Kammerflimmern 

Schon ein paar Tage zuvor hatte der Angestellte über Schmerzen in der Lunge geklagt. Als sich sein Zustand schlagartig verschlechterte, wurde dem Filialleiter klar, dass sein Gegenüber im Begriff war, einen Herzinfarkt zu erleiden. Der Wiener handelte ohne zu zögern, verständigte die Rettung und holte einen Defibrillator aus dem benachbarten Einkaufszentrum. 

Der Post-Mitarbeiter hatte Glück im Unglück. Gerade als der Notarzt eingetroffen war und mit der Erstversorgung begann, bekam er plötzlich Herzkammerflimmern. Durch das geistesgegenwärtige Handeln des Filialleiters war bereits alles vorbereitet und der 40-Jährige konnte erfolgreich reanimiert werden.

Zwei oder drei Minuten später wäre Mitarbeiter wahrscheinlich verstorben

"Der Notarzt hat mich dafür gelobt, dass ich sofort einen Defibrillator organisiert habe. Er meinte, hätte sich alles zwei bis drei Minuten verzögert, wäre mein Mitarbeiter wahrscheinlich gestorben", berichtet der 35-jährige Filialleiter. Der erkrankte Angestellte wurde mit der Rettung ins Krankenhaus transportiert und dort notfalloperiert. Nach Angaben seiner Angehörigen soll er inzwischen am Weg der Genesung sein. 

"Jede Postfiliale muss einen Ersthelfer haben, bei uns bin das ich. Ich bin nur froh, dass ich im Oktober einen Auffrischungskurs hatte", berichtet der 35-Jährige. Er sieht sich selber nicht als Held: "Jeder hätte so gehandelt wie ich. Das zeigt nur, wie wichtig es ist, als Ersthelfer ausgebildet zu sein."

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