Potapova verriet am Sonntag vor ihrem Erstrunden-Duell mit der Spanierin Jessica Bouzas Maneiro, dass sie sich von ihrem deutschen Coach Henner Nehles getrennt hat. Gründe für das Aus der Zusammenarbeit nannte die Weltranglisten-28. allerdings nicht.
"Ich bin nur mit meinem Sparringpartner Sebastian Pisano hier und einem Physio", erklärte die 25-Jährige, die seit diesem Jahr für Österreich startet. Pisano arbeitet auch mit Potapovas Freund Tallon Griekspoor zusammen. Sportlich verlief die Vorbereitung alles andere als optimal. Nach ihrer starken Sandplatzsaison tat sich Potapova mit dem Wechsel auf Rasen schwer.
"Die ersten Wochen auf Gras waren nicht ideal. Ich hatte so viele Matches auf Sand, da war es wirklich schwer, mich an die Bedingungen zu gewöhnen", schilderte sie. Vor allem der tiefere Absprung der Bälle habe ihr Probleme bereitet. Hinzu kamen gesundheitliche Rückschläge. Sowohl in 's-Hertogenbosch als auch in Berlin musste Potapova ihre Matches aufgeben. Ursache war laut der Österreicherin eine verschleppte Viruserkrankung.
"Ich dachte, das Virus geht weg und habe weitergespielt. Das war ein großer Fehler. In Deutschland hat mein Körper einfach aufgegeben", sagte sie.
Mit Jessica Bouzas Maneiro wartet zum Auftakt keine leichte Aufgabe. "In Indian Wells bin ich ihr gerade noch entkommen, sie hatte Matchbälle gegen mich. Sie ist eine gute Spielerin. Ich werde versuchen, mein Ding zu machen", erklärte Potapova.
Im Doppel schlägt sie in Wimbledon erneut gemeinsam mit Lilli Tagger auf. "Ich mag sie als Mensch und ihr Team. Wir hatten in Linz eine gute Atmosphäre und werden auch bei den US Open wieder zusammenspielen."