Power-Duo: "Metroid Dread" und die Nintendo Switch OLED

"Heute" mit einem Doppel-"Hands on": Die ersten Eindrücke zum kommenden "Metroid Dread" und zur neuen Nintendo Konsole, dem Switch-OLED-Modell.

Wenn einer der am sehnsüchtigst erwarteten Titel einer Kultreihe auf eine neue Konsole trifft, ist für ein spektakuläres Erlebnis angerichtet. "Heute" hatte bei einem Hands-on-Event die Möglichkeit, das kommende "Metroid Dread" auf der bald erscheinenden Nintendo Switch OLED anzuspielen. Das beinharte und stylische Action-Game scheint dabei wie gemacht für den größeren und kontrastreicheren 7-Zoll-OLED-Bildschirm der neuen Switch-Konsole gemacht zu sein.

Schon bei der Landung von Kopfgeld-Jägerin Samus Aran am Planeten ZDR zeigen sich die Stärken der neuen Konsole. Der Weltraum wird pechschwarze wie nie zuvor dargestellt, leuchtende Sterne wirken nun wirklich wie solche und nicht einfach nur als weiße Flecken am Display. Mit diesen dunklen und hellen Stärken der OLED-Switch spielt "Metroid Dread" zumindest in der ersten Spielstunde auch in den Levels: Gut ausgeleuchtete Areale werden von tiefschwarzen Mauern und Plattformen umgeben.

Klasse gemachte Licht-Effekte

Wie sich auch Samus Arans blau-weiß-roter Kampfanzug vom 2D-Hintergrund deutlich abhebt, macht das OLED-Modell außerdem das Spiel generell übersichtlicher. Die Menüs und Logos sowie die Karten zeigen durch die Farbgebung 3D-ähnliche Effekte und lassen sich so weit besser vom übrigen Bildschirminhalt getrennt ablesen. Ganz großes Kino: Waffenteile, Statuen oder Rüstungsparts funkeln in ganz neuem Glanz, wenn Licht auf sie fällt. Klasse!

Doch auch abseits vom neuen Modell fesselt "Metroid Dread" ab der ersten Spielminute. Die Handlung mit einem angeblich noch aktiven X-Parasiten und der Suche nach den verschollenen E.M.M.I.-Robotern (Extraplanetar-Mobil-Multiform-Indentifizierer) holt die Story alle bisherigen "Metroid"-Fans sofort ab. Doch auch Serien-Neulingen dürfen sich darauf freuen, dass aus der größten Kopfgeld-Jägerin des Alls plötzlich die Gejagte wird. Die ersten Szenen sind absolut kinoreif.

Klassisches Gameplay mit Neuerungen

Trotzdem vergisst das neue "Metroid" auf seine klassischen Wurzeln nicht. Samus wird zu Beginn ihrer ZDR-Erkundung der Kräfte beraubt und muss sich vorerst relativ schwach ausgerüstet einen Weg vom Planeten bahnen. Auf unsere Heldin warten dabei verschlossene Türen, zunächst nicht betretbare Gefahrenbereiche, jede Menge fremder und gefährlicher Lebewesen. Um all dem beizukommen, muss der Spieler erst Power-ups und Upgrades finden und verwenden.

Verstärkungen für unsere Heldin trudeln bereits in den ersten Spielminuten einige ein. Innerhalb der knappen Spielstunde konnten wir uns bereits mit einem aufladbaren Strahler, einen Spider-Magneten für bestimmte Wände und Decken sowie einer Unsichtbarkeits-Fähigkeit ausrüsten. Wer glaubt, damit bereits gut gerüstet zu sein, irrt aber gewaltig. Der Grund: Die E.M.M.I.s im Spiel sind gnadenlose und schnelle Jäger, quasi "Resident Evils" Mr. X auf Speed. Und haben sie Samus einmal entdeckt, lassen sie so gut wie gar nicht mehr locker.

Knallharter Boss freut die "Metroid"-Fans

Bei Bewegungen hat Samus in "Dread" dazugelernt. Einen wirklichen Doppelsprung gibt es zwar offenbar noch immer nicht, visiert man Wände aber richtig an, katapultiert sich Samus dennoch weiter in die Höhe. Niedrige Lücken in Wänden können dagegen einfach mit einem Slide durchglitten werden. Und: Gewisse Gegner (und Bosse) müssen per neuem Konter-Schlag im richtigen Moment getroffen werden, um sie kurzfristig außer Gefecht setzen und entweder sie attackieren oder die Flucht ergreifen zu können. Bei E.M.M.I.s ist das ausschlaggebend, denn sie killen den Spieler sonst mit nur einem Angriff.

Wenig Erfahrung konnten wir vorerst mit dem Unsichtbarkeits-Skill sammeln. Er scheint uns optisch vor Feinden und Sensoren zu verstecken, allerdings reagieren Gegner wie die E.M.M.I.s immer noch auf das Geräusch unserer Schritte und Bewegungen. Sicher kann man sich deshalb nicht fühlen. Grund für die nur kurze Testphase: Den Skill kann man sich nach dem ersten Boss-Kampf holen. Doch bis dahin stirbt man im Spiel öfters, denn er ist gnadenlos. Wer nicht verschiedene Bewegungsphasen einstudiert und die Schwachpunkte zielsicher trifft, ist schnell Monster-Futter.

Trotz aller Härte ein wahrer Spaß

Frust kommt beim Scheitern allerdings keiner auf: "Metroid Dread" verfügt über sehr fair gesetzte Checkpoints und bietet viele Speicherpunkte in den Arealen an. Im Gegenteil: Liebend gerne erkundet man weitere Areale oder stellt sich auch öfters den harten Gegnern, denn der Nervenkitzel, von einem E.M.M.I. durch die Gänge gejagt zu werden, ist mit keinem anderen Moment der "Metroid"-Sage vergleichbar. Es ist eine Neuerung, mit der die Macher den Nagel auf den Kopf getroffen haben.

Noch ein paar Worte zur neuen OLED-Switch: Neben dem deutlich aufgemotzten Bildschirm, der das neue Game fantastisch aussehen lässt, ist auch der neue Kickstand ein gewaltiger Sprung vom alten, wackeligen Standfuß. Endlich lässt sich die Konsole bei abgekoppelten Joy-Con sicher und stabil auf einem Tisch abstellen, ohne dass eine Berührung oder ein Wackeln das Teil sofort umhaut. Und: Die verbesserte Soundausgabe macht anständig was her. Das zischen die Laser und verzerren die Roboter-Stimmen, dass es ein Genuss ist.

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