Vom Gebet "überrascht", über Mails "schockiert"

Kurz über gefälschte Emails:
Kurz über gefälschte Emails: "Versuch, uns in den Ibiza-Skandal zu ziehen".
Bei einer Pressekonferenz sprach Kurz über das "überraschende" Gebet für ihn. Hauptthema war aber ein "Fälschungsskandal".
Dass HC Strache auf sein EU-Mandat verzichtet ist angesichts der Nachrichten über Sebastian Kurz an diesem Montag fast untergegangen.

Beten für Kurz



Denn der Ex-Bundeskanzler schaffte es gleich zweimal - und viel mehr - aufzufallen.

CommentCreated with Sketch.176 Kommentar schreiben Arrow-RightCreated with Sketch. Da war zunächst ein bizarres Video, in dem Tausende Gläubige bei einemreligiösen Mega-Event in der Wiener Stadthalle für Sebastian Kurz beteten. Ein fragwürdiger australischer Prediger segnete Kurz sogar. "Vielen Dank für euer Gebet", sagte Kurz zwar - später schilderte er jedoch, dass er von der ganzen Aktion nichts gewusst hätte.

+++ So lacht das Netz über das Massen-Gebet für Kurz +++

+++ Wer ist der Mann, der für Kurz das Gebet sprach? +++



Mysteriöse E-Mails



Doch das war nicht die einzige Neuigkeit, die am Montag über den ÖVP-Chef bekannt wurde. Er selbst überraschte uns alle mit einem Dementi zu etwas, worüber die Welt noch gar nichts wusste.

Scheinbar existieren E-Mails, die so aussehen, als wären sie zwischen Sebastian Kurz und Gernot Blümel versandt worden. Die haben angeblich etwas mit dem Ibiza-Skandal zu tun und könnten der ÖVP/Sebastian Kurz massiv schaden. "Ein österreichisches Medium" hätte die Mails zugespielt bekommen. Kurz bezeichnet sie - noch vor Veröffentlichung - als Fälschungund spricht von einem Skandal.

Die Beweise, dass das Fake-Mails, stellt die ÖVP aber als glaubwürdiger dar als sie sind. Ein Prüfbericht der unabhängigen Firma Deloitte soll diese Behauptung untermauern.

Der "Prüfbericht" ist allerdings nur eine "Stellungnahme" und stützt sich zudem nur auf Screenshots der fraglichen Mails und unvollständige technische Daten. Es ist zu hinterfragen, ob auf so einer Grundlage tatsächlich eine fundierte Analyse möglich ist.



Worum es eigentlich geht, diese Frage konnte bis Montagnachmittag jedenfalls nicht beantwortet werden.

Sebastian Kurz wollte nicht verraten, worum es in den Mails geht. Er wolle ja nicht das Handwerk der Fälscher erledigen, meinte er. Und auch das Medium, das die Mails angeblich zugespielt bekommen hat, schwieg. Bislang ist nicht einmal zu erfahren, um welches Medium es sich handelt.

Die neuesten Entwicklungen zu den ÖVP-Mails lesen Sie hier im Live-Ticker:

(csc)

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