Prödl spricht als einziger nach Irland-Patzer Klartext

Nach dem 1:1 in Irland übten sich die ÖFB-Kicker in Durchhalteparolen. Verteidiger Sebastian Prödl nahm sich aber kein Blatt vor den Mund.

Viele hohe Bälle, noch mehr aufreibende Zweikämpfe und mehr als 50.000 stimmgewaltige Fans auf den Rängen, die ihre "Boys in Green" auf dem Rasen unermüdlich nach vorne trieben - im Aviva Stadium von Dublin waren im WM-Quali-Spiel gegen Irland "ganze Kerle" gefordert. Typen wie zum Beispiel der 1,94-Meter-Hüne Sebastian Prödl, der als Watford-Legionär all seine Erfahrungen in Sachen "Inselkick" ausspielen konnte.

Doch mit dem Ausgleichstor in der 85. Minute, bei dem auch der 29-jährige Steirer keine glückliche Figur machte, brachte sich die Elf von Teamchef Marcel Koller um den Lohn ihrer Arbeit. "Was für ein unglücklicher Punktverlust", war der Tenor unter den Teamkickern nach der Partie -Klartext sprach nur einer.

Prödl knallhart: "Hätten konzentrierter sein müssen"

"Um ganz ehrlich zu sein ist es ein gerechtes Unentschieden", erklärte Prödl. "Die größte Druckphase der Iren haben wir gut überstanden. In der Phase, wo eigentlich wir die Konterchancen hatten, stehen wir zu hoch und sie spielen einen hohen Ball über die Abwehr. Das ist schon bitter." Sichtlich enttäuscht und nachdenklich fügte er an: "Vielleicht hätten wir konzentrierter und reifer sein müssen bei den Konterchancen."

Prödl war auch bewusst, dass man mit dem Remis eigentlich sogar noch gut bedient war. Denn drei Minuten vor Spielende landete der Ball nach einem Duffy-Kopfball ein zweites Mal im Tor der ÖFB-Elf - doch der spanische Schiedsrichter David Fernandes entschied auf ein Foulspiel gegen Stefan Lainer und gab den Treffer nicht. "Ich hätte genauso attackiert", gestand Prödl im Interview mit dem irischen Fernsehen. "Ein britischer Referee hätte nicht gepfiffen. Zum Glück war der Schiedsrichter aus Spanien und hat ein Foul gesehen."

Über den WM-Traum: "Planen für nächsten Sommer noch keinen Urlaub"



Fakt ist: In der Nationalmannschaft läuft es jetzt schon seit dem Ende der EM-Qualifikation nicht mehr. "Wir wissen nicht so ganz, wo wir stehen", gab auch Prödl zu. "Aktuell haben wir leider nur Probleme mit den Ergebnissen, das schwächt uns natürlich schon."

Den Traum von der WM 2018 in Russland hat er aber noch nicht ad acta gelegt. "Wir geben uns sicher nicht auf und planen für nächsten Sommer noch keinen Urlaub", erzählte er. "Ich habe heute wieder keine bessere Mannschaft in dieser Gruppe gesehen, als Österreich. Die Gegner sollen sich darauf einstellen, dass wir bis zum Schluss kämpfen werden."

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Maria Theresia von ÖsterreichSport-TippsFussball

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