Protest gegen Graf: Eklat um Sporthilfe-Initiative

Mit dem "Fair Play Codex" will die österreichische Sporthilfe ein Zeichen gegen Doping setzen. Doch im Vorfeld kam es zum Eklat: Weil auch Ex-Leichtathletin Stephanie Graf die Initiative unterstützen wollte, verweigerten andere Sportler die Unterschrift. Und das, obwohl Graf niemals positiv getwurde.

Olympia-Silber im 800-Meter-Lauf, damit schrieb die Kärntnerin Stephanie Graf im Jahr 2002 österreichische Sportgeschichte. Nun sollte die 37-Jährige neben Stars wie Mirna Jukic, Werner Schlager oder Felix Gottwald der Anti-Doping-Kampagne "Fair Play Codex" ihr Gesicht leihen. Sollte. Denn nach Bekanntwerden der Sporthilfe-Pläne sollen etliche Sportler ihre Unterschrift verweigert haben, berichtet die Tiroler Tageszeitung. Steffi Graf unterzeichnen zu lassen, sei unglaubwürdig, sagte die Wien-Marathon-Rekordhalterin Andrea Mayr dem Blatt. "Da macht man ja den Bock zum Gärtner", kritisiert sie. Und das, obwohl Graf niemals positiv auf Doping getestet wurde. Leistung und Fairness stehen bei der Kampagne der Sporthilfe im Mittelpunkt. So sollen wieder mehr Jugendliche zum Sport motiviert werden.

Sportminister Norbert Darabos jedenfalls reagierte. Am Wochenende bewegte er Graf zu einem Verzicht. Ebenfalls problematisch hatten die anderen Funktionen der 2004 überraschend zurückgetretenen Langstreckenläuferin werden können. Graf sitzt im Vorstand der Sporthilfe, im ORF-Publikumsrat, ist Kommentatorin und Kolumnistin.

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