Am Donnerstag soll in Mexiko-Stadt die Eröffnungsfeier zur Fussball-WM 2026 stattfinden. Kurz vor Beginn der Feierlichkeiten erreichen die Ausschreitungen vor Ort ein neues Ausmaß: Zugänge zum Aztekenstadion werden blockiert und weitere Straßensperrungen drohen. Die Aktivisten fordern bessere Arbeitsbedingungen für Lehrkräfte.
Rund um das Aztekenstadion im Süden der Stadt fanden sich zuletzt Hundertschaften schwer bewaffneter Polizeikräfte und der Nationalgarde. Eine Gruppe der Lehrergewerkschaft CNTE hatte jüngst den Hauptzugang zum Austragungsort der Eröffnungsfeier blockiert. Im Rahmen der Demonstrationen wurden zuletzt auch Sprengsätze bei den protestierenden Lehrern konfisziert.
Präsidentin Claudia Sheinbaum verurteilt die teils gewaltsamen Proteste der Lehrer als "Provokation" und versicherte, das Spiel werde "garantiert" stattfinden. Zwei Tage vor dem Match campieren noch immer Aktivisten vor der Sportstätte. Sheinbaum empfindet das Vorgehen als "unerklärlich" und führt aus, dass es sei, als wollen die Protestierenden sagen: "Schaut, wie schlecht die Lage in Mexiko ist".
Wie die aufgeladene Stimmung den Ablaufplan am Donnerstag durchkreuzen könnte wird sich zeigen. Auch, wie FIFA-Boss Gianni Infantino darauf reagieren wird. Noch ist es eine WM nach seinem Geschmack. Eine WM der Superlative mit 48 Mannschaften und 104 Spiele in drei Ländern und dem Aztekenstadion, in dem mit dem Spiel der Mexikaner bereits die 20. WM-Partie angepfiffen wird.