PSG und ManCity drohen hohe Strafen durch UEFA

Bild: GEPA pictures

Der europäische Fußballverband UEFA ermittelt gegen Paris Saint-Germain und Manchester City. Den Spitzenklubs aus Frankreich und England wird ein Verstoß gegen das "Financial Fair Play" vorgeworfen.

Der europäische Fußballverband UEFA ermittelt gegen Paris Saint-Germain und Manchester City. Den Spitzenklubs aus Frankreich und England wird ein Verstoß gegen das "Financial Fair Play" vorgeworfen.

Will man das komplizierte Regelwerk des "Financial Fair Play" in einem Satz beschreiben, so lautet er: Fußballvereine dürfen nicht mehr ausgeben als sie einnehmen. Da diese Regeln erst vor wenigen Jahren eingeführt wurden, gilt derzeit noch eine Übergangsfrist - derzeit dürfen die Vereine maximal 45 Millionen Euro pro Jahr Verlust machen. Damit soll verhindert werden, dass die Klubs unbegrenzt Schulden machen und die Kluft zwischen den Spitzenvereinen und dem Rest noch schneller anwächst.

Im Falle von PSG, das mit selbst angeführten 400 Millionen Euro Jahresbudget zu den reichsten Klubs der Welt zählt, ist relativ undurchsichtig, woher das Geld stammt. Der Klub gab in der vergangenen Transferperiode etwa 140 Millionen Euro für Transfers aus. Stars werden mit Geld zugeschüttet - so soll (Jahresgehalt 15 Millionen Euro) den Klub aufgrund der Reichensteuer etwa 44 Millionen Euro pro Jahr kosten. 

Sponsorendeal von PSG unüblich hoch

Der Klub argumentiert, dass das Geld aus einem 200 Millionen Euro schweren Sponsorendeal mit dem Tourismusverband von Katar kommt. Das ist allerdings eine derart unverhältnismäßig hohe Summe, dass die UEFA vermutet, das dahinter ein Finanzkonstrukt zur Umgehung des "Financial Fair Play" steckt. Es ist nämlich auch Klubbesitzern nur beschränkt erlaubt, finanzielle Lücken des Klubs zu stopfen. Und Besitzer von PSG ist die Firma "Qatar Sports Investments", die ebenfalls ein staatliches Unternehmen aus Katar ist.

Im Regeltext heißt es eindeutig: "Wenn ein Klubeigner über ein Sponsorengeschäft mit einer Firma, mit der er verbunden ist, Geld in einen Verein pumpt, werden die zuständigen Gremien der Uefa dies prüfen, und – wenn notwendig – die Berechnungen für die Sponsoreneinkünfte an das angemessene Level ('fair value'), an die Marktpreise anpassen." Ein normales Level wären 15 Millionen Euro und nicht 200. 

Transferverbot möglich

Manchester City hingegen hat zwei Mal die maximale Verlustgrenze von 45 Millionen Euro pro Jahr überschritten. Die Briten machten in zwei Jahren 124 Millionen Euro Minus. Am Dienstag und Mittwoch tagt die UEFA und berät über mögliche Sanktionen. Neben Paris Saint-Germain und Manchester City werden noch fast 20 weitere Vereine durchleuchtet. Insider gehen davon aus, dass den beiden Spitzenvereinen die Höchststrafe - Ausschluss aus dem Europacup für eine Saison - erspart bleiben wird. Möglich sind hohe Geldstrafen sowie eine Transfersperre,

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