Bei US-Angriffen auf mehrere iranische Provinzen sind laut Angaben der Regierung mindestens 14 Menschen ums Leben gekommen, 78 weitere Personen wurden verletzt. Ziel der Angriffe waren zwei Eisenbahnbrücken und das Gebiet rund um das iranische Atomkraftwerk in Bushehr. Nach diesen Angriffen drohte Teheran mit einer "vernichtenden Antwort", falls die USA in der Straße von Hormus weiterhin eingreifen.
Das gab die Marine der Revolutionsgarde am Donnerstag bekannt, berichtet "Presse". Die US-Angriffe auf den Iran und die Umleitung des Schiffsverkehrs würden die schrittweise Wiederöffnung der wichtigen Wasserstraße behindern. Außerdem seien dadurch die Interessen jener Länder gefährdet, die von der Passage profitieren.
Laut Revolutionsgarde hat sich die Transportkapazität durch die Straße von Hormus unter iranischer Aufsicht in den letzten zwei Wochen wieder auf etwa 50 Prozent des Standes vor dem Krieg erholt. Der Zugang werde nur für Schiffe ausgeweitet, die eine Genehmigung für die vom Iran festgelegten Routen haben.
Das iranische Außenministerium verurteilte am Donnerstag die Luftangriffe des US-Militärs scharf. In einer Erklärung bezeichnete das Ministerium die US-Regierung als "bösartig und psychisch gestört". Die Angriffe der letzten 48 Stunden seien ein "klarer Beleg für Vertragsbruch, Niedertracht, Kriegstreiberei".
Weiters warf das Ministerium den USA vor, mit der Bombardierung von zwei Eisenbahnbrücken im Nordosten Kriegsverbrechen begangen zu haben. Betroffen sei unter anderem die Aq Tekeh Khan Brücke in der Provinz Golestan, berichtete die Nachrichtenagentur Fars am Donnerstag.
Diese Schienenstrecke ist für den Iran besonders wichtig im Handel mit China und Russland. Die Route führt über Turkmenistan und Kasachstan nach China und wurde nach der Blockade der iranischen Golfhäfen durch die USA noch bedeutender. Russland nutzt die Strecke seit Ende 2025 für Frachtlieferungen in den Iran. Die Brücke soll laut Fars rasch repariert werden.