Rauchen, Sex und Tattoos ...

Elefanten verboten – Verrückte Strandregeln im Urlaub

Rauchen, Sand mitnehmen oder Tattoos zeigen: In vielen Urlaubsländern gelten kuriose Strandregeln. Verstöße können Hunderte Euro kosten.
Nick Wolfinger
09.07.2026, 13:44
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Wer im Sommer ans Meer fährt, denkt an Sonne, Baden und Erholung. Doch an vielen Stränden Europas und darüber hinaus gelten Vorschriften, die kaum jemand kennt. Wer sie ignoriert, riskiert empfindliche Strafen - manchmal reicht dafür schon eine Zigarette oder eine Handvoll Sand.

Sardinien schützt jedes Sandkorn

Auf Sardinien ist es streng verboten, Sand oder Muscheln als Souvenir mitzunehmen. Besonders streng geht es am berühmten Traumstrand La Pelosa zu. Dort dürfen Handtücher nicht direkt auf den Sand gelegt werden - eine Matte darunter ist Pflicht. So soll verhindert werden, dass Sandkörner im Stoff hängen bleiben. Urlauber müssen sich beim Verlassen des Strandes sogar die Füße abwaschen.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Tattoos sorgen für Probleme

In Japan sind Tätowierungen zwar erlaubt, an vielen Stränden aber unerwünscht. Wegen der historischen Verbindung von Tattoos mit der organisierten Kriminalität können Badegäste aufgefordert werden, ihre Tattoos abzudecken oder den Strand zu verlassen.

Rauchen wird teuer

Immer mehr Urlaubsländer erklären ihre Strände zu rauchfreien Zonen. In Spanien gilt das bereits an 600 Stränden. Auch Frankreich, Italien, die Türkei und die thailändische Insel Phuket setzen auf Rauchverbote. Wer sich nicht daran hält, muss teilweise mit hohen Geldstrafen rechnen. In Frankreich kostet ein Verstoß etwa 135 Euro.

In immer mehr Ländern ist Rauchen am Strand unerwünscht – Milliarden an Tschickstummeln vermüllen weltweit den Sand und das Meer
iStock

Kein Bier am Strand

Ein kühles Bier gehört für viele zum Badetag. Am berühmten Bondi Beach in Sydney ist Alkohol am Strand allerdings verboten. Die Behörden wollen damit Lärm, Müll und Ausschreitungen verhindern.

Buddeln nur mit Maß

Auch Sandburgen haben ihre Grenzen. Am Strand von Del Mar in Kalifornien dürfen Löcher maximal 60 Zentimeter tief sein. Außerdem ist es verboten, Menschen im Sand einzugraben. Die Regel soll gefährliche Einstürze und Stolperfallen verhindern.

Bikini nur zu bestimmten Zeiten

Im US-Badeort Cape May dürfen Badeanzüge und Bikinis nur zwischen 7 und 19 Uhr getragen werden. Außerhalb dieser Zeiten ist normale Kleidung vorgeschrieben. Auch in italienischen Urlaubsorten wie Sorrent kann ein Spaziergang nur in Badekleidung mehrere Hundert Euro Strafe kosten.

Elefanten und Pferde unerwünscht

Kurios wird es in der französischen Küstenstadt Granville. Dort sind Elefanten am Strand verboten. Der Auslöser: Tiere eines Wanderzirkus hatten einst im Meer gebadet und das Wasser verschmutzt. Auch Pferde dürfen an manchen Stränden Großbritanniens tagsüber nicht an den Strand.

Sex und Küssen können teuer werden

Wer in Spanien am Strand intim wird, muss mit Strafen zwischen 100 und 600 Euro rechnen. Je nach Gemeinde können sogar bis zu 3.000 Euro fällig werden. In Dubai gelten noch strengere Regeln. Dort kann bereits Küssen in der Öffentlichkeit Geld kosten.

Fotos nur mit Erlaubnis

An vielen Stränden im indischen Goa gilt: Fotografieren ja, aber nur mit Zustimmung der abgebildeten Person. Zivilpolizisten kontrollieren die Einhaltung der Vorschrift.

Auch Muscheln sind tabu

Nicht nur auf Sardinien sind Souvenirs aus der Natur verboten. Auch in Großbritannien dürfen Sand, Muscheln oder Kieselsteine nicht einfach mitgenommen werden. Verstöße können mit Geldstrafen von umgerechnet bis zu 1.000 Euro geahndet werden.

Nicht ins Meer urinieren

Im spanischen Vigo drohen bis zu 750 Euro Strafe, wenn Urlauber am Strand oder im Meer urinieren. Ähnliche Regeln gelten auch in Marbella und Malaga.

Wer also im Urlaub Ärger vermeiden will, sollte sich vor dem ersten Badetag über die örtlichen Strandregeln informieren. Das spart Geld - und sorgt für einen entspannten Start in die Ferien.

{title && {title} } NW, {title && {title} } 09.07.2026, 13:44
Jetzt E-Paper lesen