Ein Euro fürs Abduschen

Urlauber empört: Strand-Dusche nur gegen Bezahlung

An einem beliebten Urlaubsort in Spanien könnten Strandduschen künftig kostenpflichtig werden. Scharfe Kritik kommt von Einheimischen und Touristen.
Newsdesk Heute
29.06.2026, 16:21
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An einem beliebten Urlaubsstrand in Spanien wird derzeit ein neues Bezahlsystem für Strandduschen getestet. Wer sich Sand und Salzwasser abspülen möchte, soll künftig per QR-Code oder bar bezahlen.

Der sogenannte Smart-Duschservice wird aktuell am Strand von Matalascañas an der Costa de la Luz erprobt. Wie der britische "Telegraph" berichtet, soll eine kurze Dusche von weniger als einer Minute rund einen Euro kosten.

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Kein Wechselgeld

Bezahlt werden kann entweder mit dem Smartphone über einen QR-Code oder in bar. Wer bar zahlt, muss allerdings passend bezahlen – Wechselgeld gibt es nicht.

Für Familien könnten dadurch zusätzliche Kosten entstehen. Wenn sich vier Personen nach dem Strandbesuch abduschen, wären das rund vier Euro pro Tag.

Kritik von Urlaubern und Einheimischen

Schon die Testphase stößt auf Kritik. Viele Strandbesucher halten das System für unpraktisch, weil sie ihr Smartphone mit unter die Dusche nehmen müssten. Dadurch steige das Risiko, dass das Handy gestohlen oder beschädigt werde.

Ein Einheimischer sagte laut "Telegraph" sinngemäß: "Tolle Idee. Man muss das Handy hervorholen – aber wohin damit, wenn man unter der Dusche steht?"

Auch ein Urlauber äußerte sich kritisch: "Nach und nach gewöhnen wir uns daran, für alles zu bezahlen. Nächstes Jahr gibt es Parkuhren und kostenpflichtige Duschen, und irgendwann müssen wir wohl sogar bezahlen, um den Sand zu betreten."

Unterstützer des Systems sehen darin hingegen eine Möglichkeit, den Wasserverbrauch zu senken. In Spanien ist Wasserknappheit immer wieder ein großes Thema.

Wie lange der kostenlose Testbetrieb in Matalascañas noch läuft, hat die zuständige Gemeinde bislang nicht bekannt gegeben.

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