Wiener Putin-Fans kratzen Hakenkreuze in Ukraine-Pkws

Schandtat in der Wiener Donaustadt! Unbekannte kratzten Nazi-Symbole in insgesamt vier Autos und hinterließen regelrechte Hass-Botschaften.

Der Krieg in der Ukraine steht unmittelbar vor einer neuen Eskalationsstufe: Erst vor wenigen Tagen gab Russen-Despot Putin in Moskau die Annexion von vier besetzten Gebieten in der Ukraine bekannt. Bei einigen Menschen scheint das Fass wohl ein wenig überzulaufen – Putin-Fans zogen durch die Wiener Donaustadt und verwüsteten mehrere Fahrzeuge.

Hakenkreuze und Hassnachrichten

Igor* (Name von der Redaktion geändert) befindet sich seit Ende März in Österreich und versucht nach der russischen Invasion in der Ukraine, weit entfernt von zu Hause Fuß zu fassen. Während sich der Ukrainer mit seiner Mutter im 22. Wiener Gemeindebezirk so langsam einlebt, erschütterte ihn am Samstag eine Hassaktion gegen sein Auto: unbekannte Rowdys verunstalteten nämlich seinen Wagen mit Hakenkreuz-Symbolen.

"Geht zurück in den Krieg in die Ukraine! Ihr seid in Österreich nicht erwünscht", so die Hass-Message der Unbekannten.
"Geht zurück in den Krieg in die Ukraine! Ihr seid in Österreich nicht erwünscht", so die Hass-Message der Unbekannten.Leserreporter

Ein mit dem russischen Kriegs-Symbol "Z" als Unterschrift versehener Zettel lag bei den Fahrzeugen mit ukrainischem Kennzeichen an der Windschutzscheibe. "Geht zurück in den Krieg in die Ukraine! Ihr seid in Österreich nicht erwünscht", so die Message. Igor selbst kann bei der Nachricht nur noch mit dem Kopf schütteln.

Auto mit Hundekot beschmiert

Doch nicht nur seit Samstag sieht er solche Symbole auf Pkws mit ukrainischen Taferln. "Seit zwei Monaten häufen sich diese Vorfälle, die Polizei konnte uns bisher nicht weiterhelfen", so der Ukrainer. Über den herzlichen Empfang in Österreich zeigt sich Igor dankbar, doch den Hass, der sich auf seinem Wagen entlädt, kann er nicht nachvollziehen: "Vor kurzem wurde mein Auto mit Hundekot beschmiert, das ist einfach nur ekelhaft!"

Nun schaltete sich auch die Wiener Landespolizei ein. Wie Igor berichtet, hinterließ die Exekutive ein Schreiben am Fahrzeug, dass nun Ermittlungen eingeleitet werden sollen. Der Ukrainer hofft jetzt, dass die Hasswelle gegen ihn und seine Landsmänner bald ein rasches Ende haben wird.

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