Waffentechnologie geliefert

Putin-Helfern aus Wien wird jetzt der Prozess gemacht

Ein Firmenchef aus Wien soll Maschinen für die russische Rüstungsindustrie geliefert haben. Der 28-Jährige steht nun mit seiner Komplizin vor Gericht
Christian Tomsits
12.08.2026, 05:30
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Die DSN deckte ein internationales Netzwerk zur Umgehung der Russland-Sanktionen auf – wir berichteten. Im Zentrum steht eine Firma mitten aus Wien, die offenbar nur gegründet wurde, um sanktionierte CNC-Maschinen und Spezialwerkzeuge trotz EU-Sanktionen nach Russland zu schaffen. Für einen 28-Jährigen belarussischen Staatsbürger klickten am 13. Mai die Handschellen.

Ermittler stellten vor Ort Maschinen und Spezialwerkzeuge im Wert von rund 140.000 Euro sichert, der Verdächtige wurde in U-Haft genommen. Seine mutmaßliche Komplizin blieb auf freiem Fuß. Bereits diesen Mittwoch wird dem Duo der Prozess am Wiener Landl gemacht – allerdings nur wegen mutmaßlicher gewerbsmäßiger Umgehung von Ausfuhrverboten. Top-Anwalt Alexander Philipp übernimmt die Verteidigung, seine Mandanten dürften sich geständig zeigen.

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Die exportierten Güter waren demnach für Unternehmen des russischen Staatskonzerns ROSTEC bestimmt und sollen unter anderem zur Herstellung von Triebwerken für Marschflugkörper und Kampfflugzeuge verwendet worden sein. Seit 2022 habe es Lieferungen im Wert von mehr als 3,3 Millionen Euro gegeben. Nun drohen bis zu fünf Jahre Haft drohen. Die Unschuldsvermutung gilt.

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