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Putin betrunken – so hat man ihn noch nie gesehen

Sichtlich betrunken und torkelnd bringt Wladimir Putin die eigene Propaganda durcheinander und kündigt weitere Angriffe auf zivile Ziele an.
Leo Stempfl
09.12.2022, 09:40
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Der 9. Dezember ist in Russland der Tag der "Helden des Vaterlands". Im Kreml gab es schon am Donnerstag ein entsprechendes Event dazu. Im Rahmen der Zeremonie wurden Soldaten mit der "Helden von Russland"-Medaille ausgezeichnet. Und auch das ein oder andere Glas Sekt wurde dabei getrunken.

Nun geht das Video einer Ansprache von Präsident Wladimir Putin viral. Darin wettert er zuerst über die ausländische Desinformation, viel Lärm gäbe es insbesondere in Bezug auf die russischen Angriffe auf zivile Infrastruktur in der Ukraine, die er nur als "benachbartes Land" bezeichnet.

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"Wer hat angefangen?"

"Ja, wir tun es. Aber wer hat damit angefangen? Wer hat die Krim-Brücke bombardiert? Wer versorgt Donezk nicht mit Trinkwasser?", sind einige Punkte, die Putin aufzählt. Dabei wirft er der Ukraine sogar einen "Akt des Genozids" vor. Man werde deswegen mit den Angriffen weitermachen.

Bei all dem sorgt aber etwas anderes für Aufsehen bei den Zuschauern. Putin hält die komplette Ansprache über ein gefülltes Sektglas in der Hand. Vom gewohnten starren und strengen Auftreten ist keine Spur, der Kriegstreiber schwankt und schaukelt vergnügt von einem Bein aufs andere, sein Blick streift durch den Raum, die Augenbrauen spielen verrückt, die Hand gestikuliert lässig, wenn sie gerade nicht in der Hosentasche steckt.

Putin betrunken

Man ist sich einig: Putin ist betrunken. Noch nie habe man ihn in diesem Zustand gesehen. Vielleicht auch deswegen vermischt er die eigene Propaganda etwas: Angeblich versorge die Ukraine nicht Donezk, sondern die Krim nicht mit Trinkwasser. Zumindest lautet so der Vorwurf bisher immer. 

"Früher hätte ein solches Video kaum den Weg aus dem Kreml gefunden. Putin wird schon vorgeführt...", ist sich eine Osteuropa-Professorin der Uni Frankfurt auf Twitter sicher. Erinnerungen werden wach an die Auftritte Boris Jelzins in den 90ern. "Dies ist das erste Mal, dass ich Putin in irgendeinem Zusammenhang betrunken gesehen habe", so der schwedische Ökonom und Putin-Experte Anders Aslund. 

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