"Wir wollen die Austria sehen", hallte es am Mittwochabend durch die Generali Arena. Zuvor hatten die Veilchen gegen Nachzügler WSG Tirol verloren – 0:1, weil Drew Murray in der 66. Minute einen Ball aus kurzer Distanz ins Netz drückte, Johannes Handl zuvor auf der Linie abgewehrt hatte.
Besonders ernüchternd für Violett: Es war die vierte Niederlage im fünften Saisonspiel – ein trauriger Negativrekord. Damit sind die Wiener auch Tabellenschlusslicht. "Wir waren vom Mannschaftsverbund zu weit weg. Wir quälen uns richtig ab, dass wir Torchancen kreieren. Es geht gerade ganz, ganz schwer", ärgerte sich Austria-Kapitän Manfred Fischer, der auch ein wenig ratlos wirkte, bei "Viola TV".
"Wir kommen schön in die Räume rein, haben da aber nicht die freien Spieler. Wenn wir dort sind, sind wir extrem ungenau und die Box-Besetzung ist auch nicht gut", so Fischer. Auch Standardsituation seien ein Problem – sowohl offensiv als auch defensiv. Das hätte sich demnach auch bereits beim Gegentreffer gezeigt. "Die Verteidigung ist nicht gut, wir blocken schlecht. Offensiv sind wir harmlos, da ist auch immer der Gegner vor uns. Man muss einfach akzeptieren, dass wir in allen Phasen Luft nach oben haben."
Um da herauszukommen, gebe es nur eine Möglichkeit, wie Fischer dann betonte: "Wichtig ist, dass wir Trainingseinheiten bekommen. Wir haben nicht viel trainieren können. Das soll keine Ausrede sein, aber das macht uns richtig besser. Jetzt gibt es keine Doppelbelastung mehr, ich bin zuversichtlich, dass es dann besser wird."
Damit soll gleich nächste Woche begonnen werden. Nachdem im ÖFB-Cup am Samstag noch das Duell mit dem gefährlichen Drittligisten Traiskirchen wartet. "Weiterkommen, egal wie. Einfach drüberkommen. Wir sind in einer verdammt schwierigen Phase, da musst du dir dreckige Siege erarbeiten", gab der Kapitän die Marschrichtung vor.