Österreich spielt jetzt auch im Weltall mit. Das Austrian Drug Screening Institute (ADSI) an der Universität Innsbruck schickt ein Minilabor ins All. Der Start erfolgt am Mittwoch mit SpaceX von Cape Canaveral zur Internationalen Raumstation (ISS). Dort wird im Bereich der Endometriose-Forschung gearbeitet.
Der Raketenstart kann live über einen NASA-Stream auf YouTube verfolgt werden und findet um ein Uhr früh österreichischer Zeit statt. An Bord befindet sich ein speziell entwickeltes Mini-Laborsystem. Es ermöglicht biologische Experimente unter kontrollierten Bedingungen im Orbit. Die Proben werden im Weltall untersucht und nach der Mission zurück zur Erde gebracht.
Konkret geht es um das das internationale Forschungsprojekt "Mission PhytoSpace". Das Thema ist wichtig, denn Endometriose zählt zu den häufigsten chronischen Erkrankungen bei Frauen im gebärfähigen Alter. Im Weltall sind die Bedingungen ähnlicher wie im menschlichen Körper als im Labor in der Petrischale. Deshalb kann man dort Medikamente besser und realistischer testen
Weltweit sind rund 200 Millionen Frauen betroffen. In Österreich leben Schätzungen zufolge zwischen 120.000 und 300.000 Frauen und Mädchen mit der Erkrankung. Endometriose betrifft Millionen weltweit – und jede neue Erkenntnis könnte für viele Betroffene ein entscheidender Schritt sein.