Sport

Rangnick: "Hinteregger hat seinen Berater überrascht"

Heute Redaktion
14.09.2021, 01:28

Martin Hinteregger ist ein Original. Der ÖFB-Verteidiger entschied sich offen gegen einen Wechsel in die deutsche Bundesliga, hält stattdessen Salzburg die Treue. Ein (Nicht-)Schritt, den nicht viele gewagt hätten. Leipzig-Sportchef Ralf Rangnick, der den 23-Jährigen gerne geholt hätte, ist verwundert. "Nicht nur ich, sogar sein Berater war überrascht", sagt der Red-Bull-Chefdenker bei einem von "Sky" organisierten Treffen mit "Heute".

Martin , der den 23-Jährigen gerne geholt hätte, ist verwundert. "Nicht nur ich, sogar sein Berater war überrascht", sagt der Red-Bull-Chefdenker bei einem von "Sky" organisierten Treffen mit "Heute".
Hintereggers erster Gehversuch in der deutschen Bundesliga bei Gladbach scheiterte. Rangnick wollte ihm eine zweite Chance geben – bei Salzburgs "Schwesternklub" RB Leipzig. Er holte sich einen Korb. "Ich habe immer gesagt, Martin ist ein eigener Spieler", sagt der 58-jährige Deutsche mit einer gewissen Bewunderung. Ganz hat er die Hoffnung ohnehin noch nicht aufgegeben. "Er sagt öfter etwas, was drei Wochen später wieder völlig anders ist. Wenn er es sich überlegt, muss er mir aber schon genau erklären, warum er es jetzt anders sieht."

Ilsanker zeigt Verständnis

Einer, der Hintereggers Beweggründe kennt, ist Stefan Ilsanker. "Martin will unbedingt mit Salzburg in der Champions League spielen", sagt der RB-Defensivmann bei einem "Heute"-Lokalaugenschein in Leipzig. "Bis jetzt ist sein Karriereverlauf positiv. Er hat in jungen Jahren schon viele Titel geholt, ist im Nationalteam gesetzt. Er wird genau wissen, was er macht."

Rangnick sucht bei Liefering

Rangnick schließt nicht aus, dass der gesuchte Defensivmann trotz Hinteregger-Korb aus der "World of Red Bull" kommt. "Salzburg und Liefering haben einen riesigen Fundus an hochtalentierten Innenverteidigern. Asger Sörensen, Igor, das sind alles Spieler, die irgendwann in einer ersten europäischen Liga außerhalb Österreichs spielen können", sagt Rangnick, der nach wie vor intensiv die Erste Liga verfolgt.

Erich Elsigan, Leipzig

 

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