Sport

Rangnick kritisiert: "Das war Schülerniveau"

Heute Redaktion
14.09.2021, 15:00

Red-Bull-Sportdirektor Ralf Rangnick übte nach der 2:3-Niederlage Salzburgs am Sonntag gegen die Wiener Austria heftige Kritik am Defensivverhalten seiner Mannschaft. Trainer Adi Hütter wird vorerst nicht infrage gestellt.

Red-Bull-Sportdirektor Ralf Rangnick übte nach der am Sonntag gegen die Wiener Austria heftige Kritik am Defensivverhalten seiner Mannschaft. Trainer Adi Hütter wird vorerst nicht infrage gestellt.

"Ich glaube nicht, dass es am Trainer liegt. Und ich stelle ihn auch nicht infrage", so Rangnick nach dem fünften sieglosen Spiel in Folge gegenüber der "APA", prangerte aber das Verhalten der Verteidiger beim Siegtor durch Omer Damari in Minute 86 an. "So wie das 2:3 zustande gekommen ist, das war Schülerniveau. Dieses Gegentor hat mich maßlos geärgert", fuhr der Deutsche fort.

Gegenüber "Sky" präzisierte er seine Kritik: "Momentan machen wir zu viele Fehler im Spiel gegen den Ball. Da spielen wir nicht so konsequent wie vor drei, vier Wochen, geschweige denn letztes Jahr. Das 3:2 war schon fast laienhaft." Das Defensivverhalten sei in manchen Situationen "grob fahrlässig". Erstmals in der Red-Bull-Ära kassierte Salzburg drei Niederlagen in Folge. "Wenn man drei Tore zulässt und dem Gegner weitere Chance gewährt, ist es schwer zu gewinnen", ärgerte sich Rangnick.

Malmö soll keine Ausrede sein

Dass die "Bullen" nach wie vor am im Play-off der Champions League nagen, will Rangnick nicht gelten lassen. "Natürlich hat das alles sehr viel mit Selbstvertrauen zu tun. Aber irgendwann muss Malmö abgehakt werden", sagte der 56-Jährige. "Das ist schon drei Wochen her, wir können nicht alles daran festmachen. Wir haben im Schnitt in den letzten Wochen zwei Tore kassiert, da gilt es anzusetzen."

Immerhin sorgt Salzburg, natürlich nicht freiwillig, dafür, dass die Meisterschaft äußerst spannend bleibt. "Vor drei Wochen hat jeder gesagt, das wird eine langweilige Saison und Salzburg ist zu Weihnachten Meister. Jetzt sind die Mannschaften hinter uns nur noch drei Punkte weg", meinte Rangnick. "Die Mannschaft muss stabiler im Defensivverhalten werden. Da arbeitet Hütter dran und ich bin überzeugt, dass er es hinkriegt."

Unangenehme Situation für Hütter

Hütter kann den Ärger seines Vorgesetzten nachvollziehen. "Kritik ist auch irgendwo berechtigt, das muss man als Trainer akzeptieren. Ich gebe mein Bestes", so der Vorarlberger, der die Situation als "sehr, sehr unangenehm" einstuft, aber auch nicht den Teufel an die Wand malen will. "So wie am Anfang der Saison nicht alles perfekt war, so ist jetzt nicht alles schlecht", sagte Hütter.

Für die Salzburger geht die "Wiener Woche" nun weiter. Nach dem Match gegen die Austria warten nun jeweils in Wien das (Mittwoch) sowie das Liga-Match gegen Rapid (Sonntag). "Jedes Spiel ist jetzt für uns von enormer Wichtigkeit", weiß Hütter.

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