Im zweiten WM-Testspiel am Dienstag (20.45 Uhr) gegen Südkorea wird ÖFB-Teamchef Ralf Rangnick personell umbauen. Dabei endet eine bemerkenswerte Serie: Nicolas Seiwald wird erstmals seit dreieinhalb Jahren nicht in der Startelf stehen.
"Morgen wird er mal eine Pause bekommen. Wir wissen, was wir an ihm haben, er braucht sich nicht aufs Neue zeigen", sagte Rangnick am Montag bei der Abschluss-Pressekonferenz. "Aber er wird reinkommen. Er gibt uns einfach eine enorme Stabilität defensiv und hat sich im Spiel nach vorne auch enorm verbessert, das hat er in Leipzig gezeigt. Das war auch nötig, will er zu einem internationalen Spitzenspieler werden."
In bisher 43 Länderspielen unter Rangnick hat Seiwald 42 Mal gespielt, 40 Mal über die volle Distanz. Nur beim 1:0-Testsieg gegen Andorra im November 2022 schaute er zu.
Beim 5:1-Erfolg gegen Ghana war Seiwald der einzige ÖFB-Kicker, der durchspielte. Plus: Er erzielte sein allererstes Team-Tor. "Das war überfällig", grinst Rangnick. "Ich hoffe, es folgen weitere Scorerpunkte, wie zuletzt auch schon in Leipzig."
Während Seiwald auf der Bank Platz nehmen wird, kehren andere Leistungsträger zurück. Konrad Laimer und Xaver Schlager stehen in der Startelf, David Alaba soll nach überstandener Wadenverletzung eingewechselt werden. "Der Plan ist, dass er für 20 bis 25 Minuten reinkommt", so Rangnick, der einen Einsatz zuletzt noch als "fahrlässig" bezeichnet hatte.