Rangnick: "Salzburg hat auch nicht mehr Tradition"

Ein verbitterter Ralf Rangnick antwortet den Salzburger Fans nach der zweiten Leipziger Niederlage im Bullen-Stallduell. Seine Worte befeuern die junge Rivalität.

Ralf Rangnick ist für Salzburger Fans eine Reizfigur. Der Sportdirektor und Trainer von RB Leipzig steht stellvertretend für die Transfer-Politik der deutschen Bullen-Filiale.

Seit Jahren krallt sich der "große Bruder" regelmäßig die besten Talente des österreichischen Klubs. Im direkten Vergleich verloren die Deutschen am Donnerstag aber auch das zweite Duell der Vereinsgeschichte.

Vor eigenem Publikum setzte sich Salzburg dank eines Tores von Fredrik Gulbrandsen mit 1:0 durch. Auf den Rängen waren Anti-Leipzig- und Anti-Rangnick-Botschaften zu lesen und zu Sprechchöre zu vernehmen. Kein Wunder, schließlich hatte Rangnick am Vortag den Salzburger Erfolg für sich verbuchen wollen. Das stieß vielen sauer auf.

Die Rache gab's auf dem Rasen. Rangnick geht erneut in die verbale Offensive und reißt damit immer tiefere Gräben zwischen den beiden Schwestern-Klubs auf.

"Ich glaube, so viel mehr Tradition oder Alter hat der Salzburger Verein auch nicht. Ich glaube, über die drei, vier Jahre brauchen wir uns auch nicht unterhalten", erwischt Rangnick einen Wunden Punkt.

Salzburger Fans hatten auf das "Original seit 1933" hingewiesen. Red Bull übernahm den SV Austria Salzburg 2005. Durch den Einstieg von Dietrich Mateschitz wurde der Klub völlig umgekrempelt, hat mit der Austria, die inzwischen neugegründet in der Salzburger Liga spielt, nicht mehr viel zu tun.

Rangnick: "Tatsache ist, dass hier durch den Einstieg von Herrn Mateschitz ein völlig neues Zeitalter angebrochen ist. Und spätestens als ich dann 2012 zusammen mit Christoph Freund und Jochen Sauer hier angefangen habe, hat auch eine völlig neue Art von Transferstrategie und Spielweise eingesetzt. Das hat man auch in diesem Spiel gesehen."

Der Leipzig-Coach machte bei seiner Kritik auch vor der österreichischen Bundesliga keinen Halt: "Schauen Sie sich einmal die österreichische Tabelle gerade an, wo die großen Klubs wie Austria, Rapid und Sturm Graz stehen. Das sagt ja alles aus. Damit will ich die Leistung von Salzburg nicht schmälern, aber die können eben am Wochenende egal mit welcher Aufstellung, egal ob da einer einmal 20 Prozent weniger oder mehr bringt, immer noch nicht verlieren. Das ist in der deutschen Bundesliga nicht der Fall."

Rangnick liegt die Niederlage in der Mozartstadt offenbar schwer im Magen. Mit Worten wie diesen macht er sich hierzulande aber keine Freunde.

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(Heute Sport)

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