Im Poker um die Zukunft von Teamchef Ralf Rangnick gibt sich der ÖFB weiter optimistisch. Eine Entscheidung ist aber noch nicht gefallen. Der Deutsche wird weiterhin mit dem Posten des Sportdirektors bei AC Milan in Verbindung gebracht.
ÖFB-Aufsichtsratsvorsitzender Josef Pröll betonte im ORF, dass der Verband alles getan habe, um Rangnick von einem Verbleib zu überzeugen. "Wir wollen ihn haben, er kennt die Eckpunkte. Wir erwarten seine Entscheidung in den nächsten Tagen oder Wochen", erklärte Pröll.
Der frühere Vizekanzler verwies auf den engen Austausch mit dem Teamchef. "Er und ich wissen, was wir aneinander haben, weil wir sehr offen kommunizieren." Deshalb zeigte sich Pröll zuversichtlich: "Ich bin sehr optimistisch, dass er sich für Österreich entscheidet."
Die Konkurrenz ist allerdings prominent. Italiens Traditionsklub AC Milan soll Rangnick als Sportchef verpflichten wollen. Der 67-Jährige gilt als Wunschkandidat für den Neuaufbau nach einer enttäuschenden Saison. Laut Berichten aus Italien reizt Rangnick die Aufgabe, wobei er umfangreiche Entscheidungsbefugnisse im sportlichen Bereich eingefordert haben soll.
Pröll räumte ein, dass der ÖFB finanziell nicht mit einem europäischen Spitzenklub mithalten könne. "Dass wir finanziell mit einem internationalen Großklub nicht mithalten können, ist auch klar." Dennoch sei man überzeugt, mit dem Nationalteam ein attraktives Gesamtpaket geschnürt zu haben.
Der Wunsch des Verbandes ist klar: Rangnick soll Österreich nicht nur bei der WM 2026 führen, sondern auch darüber hinaus Teamchef bleiben. Pröll hofft auf eine Zusammenarbeit mindestens bis zur EM 2028 in Großbritannien. Eine endgültige Antwort des Deutschen steht aber weiterhin aus.