Team-Koch Grampelhuber

"Gamskäsekrainer ist Lieblingsessen der ÖFB-Spieler"

Österreichs Nationalteam setzt auf die Künste von Haubenkoch Fritz Grampelhuber. Es gibt auch eine ganz besondere Leibspeise der ÖFB-Stars.
Klaus Pfeiffer
10.06.2026, 05:02
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Die Vorbereitung des ÖFB-Teams auf das erste WM-Spiel seit 28 Jahren läuft auf Hochtouren. Im rot-weiß-roten Teamquartier in Santa Barbara holen sich David Alaba, Marko Arnautovic und Co. den Feinschliff für den Auftakt in der Gruppe J gegen Jordanien – im Kampf um einen Aufstiegsplatz müssen Punkte her, am besten ein Dreier.

Teamchef Ralf Rangnick zaubert er einen Schwäbischen Zwiebelrostbraten, David Alaba macht er geschmorte Lammhaxerl, Marko Arnautovic bekommt seine Fleischlaberl wie von der Mama und Marcel Sabitzer erfüllt er seine ganz speziellen Chicken-Wings-Wünsche: Fritz Grampelhuber ist der Gourmet-Guru des heimischen Nationalteams. Seit der EM 2016 ist der Haubenkoch aus Oberösterreich für das leibliche Wohl unserer Kicker zuständig.

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Gamskäsekrainer ist das Lieblingsgericht

"Mit der Zeit sind zu den Spielern Freundschaften entstanden", sagt der 42-Jährige im "Heute"-Talk. "Der Zusammenhalt war schon früher nicht schlecht, aber jetzt unter Teamchef Ralf Rangnick ist er einzigartig, es ist so viel Energie in dieser Gruppe."

In seinem Buch "Fritz, was gibt's?" hat Grampelhuber jetzt die Lieblingsrezepte der Spieler zusammengestellt. "Heute" verrät er das Einser-Menü: "Die Gamskäsekrainer, die ich David Alaba schon nach Madrid gebracht habe. Nach dem Testspiel gegen Südkorea gab es auch Gamsleberkäse. Da stehen die Spieler in der Küche, schneiden die Semmeln dafür selbst auf."

Vorerst müssen die ÖFB-Teamspieler aber auf die Gamskäsekrainer verzichten, wie Grampelhuber jüngst dem "ORF" erzählte. "Wir hoffen, dass die geliefert wird, wenn wir ein erstes Barbecue machen. Wir und der ÖFB sind dran, dass die noch geliefert wird", erzählte der Haubenkoch. Fleischeinfuhren sind problematisch. "Es ist ein Teil vom Rind drinnen. Normalerweise lassen sie das nicht zu. Aber vielleicht kriegen wir das noch hin", so der ÖFB-Koch.

Grampelhuber arbeitete jedenfalls mit dem vorhandenen Team im Hotel Ritz Carlton Bacara zusammen.

Keine Vegetarier, keine Spinat-Fans

Vegetarier gibt es im Team nicht. "Mehr als die Hälfte mag keinen Spinat", lacht Grampelhuber. Die "Heute"-Frage, wem eher ein Tor als ein Spiegelei gelingt, beantwortet der Chefkoch blitzschnell: "Ganz klar Goalie Patrick Pentz. Er trifft vorher mit dem Kopf."

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Grampelhuber überlässt nichts dem Zufall, war im Vorfeld in den USA, testete die dortige Küche. "Es gibt einige Herausforderungen. Ein einfaches Gewürz wie Kümmel gibt es nicht. Oder Marmelade, die besteht in den USA nur aus Zucker. Dafür ist es nicht so schwierig, ein gutes Steak zu bekommen", schmunzelt der nicht ganz Grampelhuber. Auch Topfen kam mit dem AUA-Flieger nach Los Angeles.

Wird die WM für Österreichs Nationalteam nicht nur in der Küche ein voller Erfolg? "Der Menüplan steht bis zum Finale", sagt er. "Nur wer groß denkt, kann auch Großes erreichen."

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