Sport

Ranieri spricht erstmals über Leicester-Rauswurf

Heute Redaktion
14.09.2021, 00:48

Claudio Ranieri sprach im TV über seinen Rauswurf bei Leicester City - der Stachel sitzt noch tief. Er hätte sich "mehr Spielraum" gewünscht.

Leicester City sorgte in der vergangenen Saison für ein modernes Fußball-Märchen. Der kleine unscheinbare Klub eroberte die Insel und damit die Herzen der Fußball-Fans rund um den Globus. Nach den Feierlichkeiten über den sensationellen Premier-League-Titel folgte heuer aber das böse Erwachen.

Katerstimmung machte sich breit, der amtierende englische Meister rutschte immer mehr in die Gefahrenzone ab. Der Abstieg war phasenweise bedrohlich nah. Die Foxes zogen die Reißleine, Meistermacher Claudio Ranieri musste gehen, Craig Shakespeare übernahm. Unter ihm lief das Werkel plötzlich wieder. Fünf Premier-League-Spiele, fünf Siege - die stolze Bilanz des neuen Chefcoaches ist gleichzeitig Ligarekord.

Ranieri ärgert sich über Rauswurf

Viele Leicester-Fans haben dem Klub den Umgang mit dem Erfolgs-Architekten Ranieri dennoch nicht verziehen. Wenige Monate, nachdem er mit einem Underdog das Ummögliche möglich gemacht hatte, wurde ihm die Tür gezeigt. Am Montag war Ranieri selbst zu Gast bei "Sky Sports Monday Night Football".

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Er konnte nicht verbergen, dass der Nachgeschmack des Leicester-Abschieds bitter ist. "Wenn man die englische Liga mit einem Team, das noch nie so hoch platziert war, gewinnt und der Welt ein wunderschönes Märchen liefert, würde man erwarten, dass man in schwierigen Zeiten zumindest etwas mehr Spielraum bekäme", sagte Ranieri.

Trendwende gegen Sevilla?

Warum nun nach seinem Abschied wieder alles wie geschmiert läuft? Ranieri lässt den Trainer-Effekt als einzige Erklärung nicht gelten. Schon im Achtelfinal-Hinspiel gegen Sevilla (1:2) habe man eine Trendwende erkennen können. Das Team spielte in der zweiten Halbzeit wie ausgewechselt, verkürzte den Rückstand und legte damit den Grundstein für den späteren Viertelfinal-Einzug.

Den durfte Ranieri aber nicht mehr von der Seitenlinie aus verfolgen. Wenige Tage vor dem Rückspiel übernahm Shakespeare, Leicester stieg mit einem 2:0 auf und trifft nun auf Atletico Madrid. (SeK)