Rapid-Arzt Benno Zifko im ausführlichen "Heute"-Talk

Rapid-Arzt Benno Zifko
Rapid-Arzt Benno ZifkoBild: GEPA-pictures.com

Benno Zifko ist Teamarzt bei Rapid, Neurologe Udo testet die Austria-Kicker. Der Chirurg im ausführlichen "Heute"-Talk über die Grün-Weißen und seinen "violetten" Bruder.

"Heute": Seit wann sind Sie bei Rapid?



Benno Zifko: „Heuer sind es exakt 30 Jahre. Davor war ich zwei Jahre lang bei der Vienna. Ein Kollege hat damals, das war 1988, einen Arzt für eine Matchbetreuung auf der Hohen Warte gebraucht. Und zwei Wochen später wieder. So ist es gekommen, dass ich dauerhaft beim Fußball war. Als Hans Krankl dann Rapid-Trainer wurde, hat er ein Team für die medizinische Abteilung gesucht. Er kannte Robert Lugscheider, mit dem ich zusammengearbeitet habe. So bin ich schließlich bei Rapid gelandet.

Sind Sie selbst Rapid-Fan?

„Ja, seit meinem zwölften Lebensjahr schon. Zuerst war ich oft beim Wiener Sportclub, mit meinen Freunden bin ich dann aber oft auf die Pfarrwiese gegangen. Das hatte mit meinem späteren beruflichen Werdegang natürlich noch nichts zu tun. Als ich Jahre später als Chirurg erfahren habe, dass Hans Krankl unser Ärzte-Team sucht, habe ich nur gedacht: ‚Das gibt's ja nicht.' Ein traumhaftes Leben."

Ihr Bruder Udo ist ebenfalls Arzt und ausgerechnet Austria-Fan. Wie kann das sein?

„Er ist acht Jahre jünger als ich. Er durfte relativ jung mit mir zum Sportclub mitkommen. Da hat er einmal die Austria spielen gesehen – und ab diesem Zeitpunkt war er Fan. Wenn wir daheim Tischfußball gespielt haben, hat er immer gesagt, er ist die Austria."

Reden Sie mit ihm viel über Fußball?

„Wir sind beide viel beschäftigte Ärzte, aber natürlich reden wir sehr viel über Fußball. Wir haben uns auch schon Derbys gemeinsam angesehen, ich war sogar schon in der Generali Arena. Wir sitzen dann sogar nebeneinander, nur springt jeder zu einem anderen Zeitpunkt auf.

Ihr Bruder hat bei der Austria Corona-Antikörper-Tests durchgeführt. Warum war das bei Rapid kein Thema?

„Das letzte Match war am 7. März. Dann wurde noch zwei, drei Mal trainiert, dann kam der Abbruch. Die Spieler waren im Anschluss rund sechs Wochen in Selbst-Quarantäne. Mittlerweile trainieren sie in Kleingruppen. Sie mussten diverse Dinge unterschreiben und versichern, sich an die Vorgaben zu halten. Es wird vor jedem Training Fieber gemessen, jede Trainings-Gruppe hat ihre eigenen Bälle, es wird kontaktlos trainiert. Deshalb wurde beschlossen, darauf zu verzichten. Sobald das Mannschaftstraining startet, sind ohnehin regelmäßige Tests verpflichtend. Wie oft, wird sich weisen."

Wann wird man Ihrer Meinung nach wieder Fans im Stadion sehen?

„Zu diesem Thema gibt es Millionen Meinungen. Ich denke, man könnte nach dem Sommer wieder mit Fans beginnen – sofern die Entwicklung so positiv weitergeht. Man könnte zum Beispiel jeden zweiten Sitz freihalten. Also zum Beispiel nur 14.000 statt 28.000 Fans ins Allianz Stadion lassen. Natürlich mit Masken, anders geht es nicht. Wenn das funktioniert, kann man über den nächsten Schritt nachdenken."

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