Sport

Rapid-Boss: "Dann können wir zusperren"

Heute Redaktion
14.09.2021, 17:05

- Sportliche Talfahrt? Finanzkrise? VIP-Affäre Hofmann? In „Heute“ nimmt Rapid-Boss Rudi Edlinger Stellung - Der Präsident über Budgetlücken, ein eventuell neues Stadion und warum Rapid nie wie die Austria sein wird

Herr Präsident, acht Ligaspiele, fünf Pleiten – was läuft bei Rapid falsch?
„Zugegeben, die Niederlagen sind zu viel. Aber: Wirklich schlecht waren wir nur beim Auftakt in Innsbruck. Dazwischen wechselten sich herausragende Leistungen wie die Siege bei Aston Villa und Sturm Graz mit weniger guten ab.“
Woran kann das liegen?
„Einige unserer jungen Spieler sind noch zu inkonstant. Dazu kommen der Ausfall von Heikkinen und auch fehlendes Glück. Aber ich bin sicher, diese Pechsträhne ist bald vorbei.“
Thema Transferpolitik: Nicht Jelavic, Boskovic weinen Fans und Ex-Kollegen hinterher. Wurde alles für sein Bleiben getan?
„Absolut. Am Ende wollte er eine 200-prozentige Gehaltserhöhung. Würden wir das zur Vereinspolitik machen, könnten wir in zwei Jahren zusperren.“
Dennoch fehlen Rapid in Zukunft für ein ausgeglichenes Budget zwei bis drei Millionen Euro pro Saison. Warum?
„Weil wir mit acht Millionen E Sponsor-Geldern pro Saison am Limit sind. Mit Einnahmen aus Merchandising, TV-Erträgen und Sonstigen deckt das aber nur 80 Prozent des Bedarfs. Der Rest muss von Europacup oder Spieler-Verkäufen kommen.“
Warum hat die Austria mehr Sponsor-Millionen als Rapid?
„Die Austria hat im Hintergrund ganz andere Personen als Rapid. Die sorgen bei Bedarf für das Geld.“
Der geplante Stadion-Neubau – noch ein Thema?
„Absolut, offen ist die Finanzierung. Ein Umbau kostet 20 bis 25 Millionen. Ein Neubau – und da schwebt mir ein Stadion wie jenes in Kärnten vor – etwa das Doppelte. Fix ist nur: Der Standort bleibt in Hütteldorf.“
Abschließend: Hat Kapitän Hofmann nach der VIP-Affäre den Kopf wieder frei?
„Ja, es gab ein Shakehands zwischen den Beteiligten, damit ist es gut.“Klaus Pfeiffer

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